Wissens-Check: Kennzahlen für den Hausbau

Technische Daten leicht erklärt

Bei einem Besuch in einem unserer MUSTERHAUSPARKS in Eugendorf, Graz und Haid kannst du Modellhäuser von den renommiertesten Fertighausherstellern besichtigen. Wenn du dich für einen bestimmten Haustyp interessierst, steht dir der jeweilige Fertighausberater für Fragen zur Verfügung. Dabei erhältst du auch Informationsmaterial mit allen wichtigen technischen Daten zum Haustyp. Was diese Daten im Detail bedeuten, verraten wir dir in unserem Blog!


Zu den Kennzahlen für den Hausbau gehören die:

  • Brandwiderstandsdauer,
  • Schalldämmung,
  • Wärmedämmung,
  • Energiekennzahl und die
  • Luftdichtheit.

Die Brandwiderstandsdauer

Jedes Haus muss eine bestimmte Brandwiderstandsdauer erfüllen. Diese sagt aus, wie lange Wände und Decken eines Hauses einem Brand standhalten können, bevor das Haus die Standsicherheit verliert, also Einsturzgefahr besteht. Die Brandwiderstandsdauer wird mit F bzw. REI abgekürzt und in Minuten angegeben. Je höher die Minutenangabe der Brandwiderstandsdauer, desto widerstandsfähiger ist das Material bei Brandeinwirkung. F 30 bedeutet z. B. eine Brandwiderstandsdauer von 30 Minuten.

Hier eine Übersicht:

  • F 30 bedeutet feuerhemmend
  • F 60 bedeutet hoch feuerhemmend
  • F 90 bedeutet feuerbeständig

Die Schalldämmung

Ein gut gedämmtes bzw. schallisoliertes Haus erhöht die Lebensqualität, wenn z. B. das Schlafzimmer zur Straße ausgerichtet ist. Die Luftschalldämmung eines Bauteils, kurz Rw-Wert, wird in Dezibel (dB) angezeigt. Hier gilt: Je höher der Schalldämmwert, desto besser. Ausreichenden Schutz gegen Verkehrslärm bieten Fenster und Türen ab mind. 38 dB, Außenteile wie Wände sollten mind. 48 dB aufweisen. Tipp: Auch im Inneren des Hauses ist die Schalldämmung wichtig. Vor allem beim Trittschallschutz, der durch das Auftreten auf den Boden übertragen wird, sollte auf gute Werte geachtet werden. Hier kann beim Fußbodenaufbau durch den Einsatz von Trittschallmatten oder Schüttungen vorgebeugt werden.


Die Wärmedämmung

Eine effiziente Wärmedämmung spart durch den minimierten Energieverlust Heizkosten ein. Die Wärmedämmung eines Bauteils, der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient U, wird in Watt pro Quadratmeter und Kelvin (W/m2K) angegeben. Dabei wird angeführt, welche Leistung pro Quadratmeter des Bauteils benötigt wird, um eine Temperaturdifferenz von einem Kelvin aufrechtzuerhalten. Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient, also je weniger durch den Bauteil geleitet wird, desto besser ist die Wärmedämmeigenschaft. Ein Passivhaus sollte beispielsweise bei Außenwänden 0,15 W/m2K und bei Außenfenstern 0,8 W/m2K aufweisen.


Die Energiekennzahl

Ein wesentlicher Bestandteil des Energieausweises ist die Energiekennzahl. Sie beschreibt den jährlichen Heizwärmebedarf eines Fertighauses, stellt jedoch einen genormten Wert dar. In der Realität wird der tatsächliche Verbrauch z. B. durch lange, kalte Winterperioden beeinflusst. Die Energiekennzahl wird in Kilowattstunden pro Quadratmeter Bruttogeschoßfläche im Jahr, kurz kWh/m2/Jahr, angegeben. Ein Wert von 30 kWh/m2 etwa entspricht einem Bedarf von ca. drei Liter Heizöl. Je kleiner die Energiekennzahl, desto niedriger ist der Heizwärmebedarf.


Die Luftdichtheit

Niedrig- und Passivhäuser setzen eine weitgehend luftdichte Gebäudehülle voraus. Besonders wenn eine kontrollierte Wohnraumlüftung zum Einsatz kommt, ist die Luftdichtheit eine wesentliche Voraussetzung. Sie wird durch den Luftdichtigkeitstest, auch n50-Drucktest genannt, ermittelt. Dabei wird zwischen Innen- und Außenseite der Gebäudehülle ein Druckunterschied erzeugt und dann die Luftwechselrate pro Stunde gemessen. Der n50-Wert von Passivhäusern sollte unter 0,6 liegen, bei Niedrigenergiehäusern bei 0,8.


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Quellen

Fertighaus & Recht Martin Gruber, Erwin Bruckner/Verein für Konsumenteninformation (Hrsg.), Wien 2012, 2. akt. Aufl.