Holz – ein faszinierender Baustoff

Waldreiches Österreich

Österreich zählt zu den waldreichsten Ländern Europas. 47,2 Prozent der gesamten Staatsfläche sind bewaldet, mehr als eine Milliarde Festmeter Holz stehen in unseren Wäldern. In jeder Sekunde wächst ein Kubikmeter Holz nach, und nur zwei Drittel des jährlichen Zuwachses werden genutzt. Dieser Reichtum an Wald ist ein Segen, denn Holz ist die wichtigste erneuerbare Ressource und kann vielseitig eingesetzt werden. Außerdem fällt bei der Verarbeitung so gut wie ein Abfall an, denn Nebenprodukte und Reststücke sind wertvolle Rohstoffe für die Weiterverarbeitung und Energiegewinnung.


Kleine Holzkunde

Es gibt zwei grundsätzliche Unterscheidungen: Laub- und Nadelhölzer sowie Weich- und Harthölzer. Hier eine Übersicht über die gängigsten Holzarten und Härteklassifizierungen (Burk, 2014, S. 37):

Nadelhölzer: Fichte, Tanne, Kiefer, Lärche

Laubhölzer: Pappel, Linde, Eiche, Esche, Rotbuche, Weißbuche, Ahorn, Birke

Sehr weiches Holz: Pappel


Vor Bearbeitung trocknen

Nachdem ein Baum gefällt wurde, muss der Stamm erst mal trocknen. Auf traditionelle Weise wird er über mehrere Jahre witterungsgeschützt gelagert, bis sich der Feuchtegehalt reduziert hat. Heute wird das Holz meist in Trockenkammern gelegt, wo es durch hohe, gesteuerte Temperaturen rascher austrocknet. Das hat den Vorteil, dass der Trocknungsgrad genauer vorauszubestimmen ist. Außerdem spart man damit Zeit und Lagerfläche.


Drei Güteklassen

Die Güteklasse beschreibt die Holzqualität. Diese kann durch Faktoren wie Krümmung, Astansätze, Insekten- oder Pilzbefall beeinträchtigt werden und dadurch die Tragfähigkeit vermindern. Drei Güteklassen geben Auskunft über die Qualität des Holzes:

Güteklasse I: hohe Tragfähigkeit

Güteklasse II: gewöhnliche Tragfähigkeit

Güteklasse III: geringe Tragfähigkeit


Was ist Schnittholz?

Alle Hölzer, die durch Sägen parallel zur Stammachse, also in Laufrichtung des Stammes, zu Latten, Brettern, Balken oder Kanthölzern verarbeitet werden, nennt man Schnittholz. Je nachdem, ob die Latte aus dem Kern-, Zwischen- oder Randbereich des Stammes geschnitten wird, erhält man:

Herzbretter – aus dem Stammkern, mit stehenden Jahresringen,

Seitenbretter – aus dem Zwischenbereich, mit liegenden Jahresringen oder

Schwarten – aus dem Randbereich, mit liegenden Jahresringen.


Gute Eigenschaften für Fertighausbau

Neben den ökologischen Vorteilen, der Holz als Baustoff zukunftsfähig macht, sind es auch seine Eigenschaften, die es für den Hausbau auszeichnen: In Sachen Brand-, Wärme-, Schall- und Feuchteschutz hat Holz ausgezeichnete Werte. Der erforderliche Brandschutz wird mit der Holzrahmenbauweise sehr gut erreicht. Mit den richtigen Vorkehrungen für den Feuchteschutz erhält man eine lange Lebensdauer des Holzes. Zu diesen Maßnahmen gehören Regen- und Schlagregenschutz, eine ausreichende Hinterlüftung und die Vermeidung von Wärmebrücken und Luftundichtheiten in der Konstruktion. Das ist wichtig, damit sich im Bauteil kein Tauwasser bildet. Wärmeschutz ist eine natürliche Eigenschaft von Holz, hier ist es gegenüber anderen Bauweisen und -materialien sogar im Vorteil. In punkto Windschutz und Luftdichtheit ist auf eine sorgsame Verarbeitung der Materialien zu achten. Konsequent dicht abschließende Folienlagen im Wandaufbau, bei Tür- und Fensteranschlägen sowie Dachanschlüssen sind unerlässlich. Mit einem Blower-Door-Test kann die Dichtheit eines Hauses überprüft werden.


Holz im Fertighausbau

Die Holzrahmenbauweise ist bei Fertighäusern sehr beliebt. Da es sich um Serienprodukte handelt, profitiert man von der ausgereiften, erprobten Technik. Auch um die Statik muss man sich keine Sorgen machen. Beim Holzrahmenbau wird ein Geschoß auf das nächste gesetzt, dabei werden tragende Wände übereinander montiert. Die Standard-Wandkonstruktion im Holzbau besteht meist aus Kantholzständern in Form eines Rahmentragwerks, das beidseitig mit Spanplatten beplankt wird. Darauf werden dann Deckenplatten aufgelegt. Der Aufbau des Dachs ist der gleiche wie beim Massivhausbau, da hier ebenso meist ein klassischer Holzdachstuhl gebaut wird. Ein Nachteil beim Holzrahmenbau ist, dass man bei Installationen eher unflexibel ist. Meist werden ja die Elektro- und Sanitärinstallationen fixfertig im Werk in die Wände eingelassen. Daher sollte man sich für den Fall nachträglicher Veränderungen gut informieren, wo welche Installationen verlaufen. Für die Heizung können wie im konventionellen Bau sämtliche Systeme verwendet werden.


Häuslbauer-Paradies im MUSTERHAUSPARK

Häuser von der Stange sind von gestern. Unsere Fertighausanbieter bauen individuelle Häuser, die locker mit Architektenhäusern mithalten! Du möchtest den Schritt zum eigenen Fertighaus wagen? Dann mach es so wie 80 Prozent aller Häuslbauer und besuche uns im MUSTERHAUSPARK. 61 voll ausgestattete Fertighäuser von renommierten Anbietern zeigen dir die ganze Palette an Möglichkeiten, von der Dachform über verschiedene Haustypen bis zur Zimmeraufteilung. Im Ausstattungszentrum im MUSTERHAUSPARK Eugendorf findest du zudem alles rund um den Innenausbau, von Bad und Küche über die Innentür bis zu Smarthome-Lösungen. An unserem Standort in Haid kannst du dir unglaublich viele Ideen für Außenanlagen holen. Noch Fragen? Nimm Kontakt zu uns auf unter +43-6225-28028 oder schick uns eine Mail an office@musterhauspark.at. Wir freuen uns auf deinen Besuch!


Quellen:

Kauf und Bau eines Fertighauses, Peter Burk/Verbraucherzentrale NRW, Düsseldorf 2014 www.landforstbetriebe.at

Kategorie: Bauphasen