Elektro- und Sanitärinstallationen

Wichtige Infos zu Installationen

Wie Bad, WC und Küche ausgestattet sein sollen, musst du schon im Planungsstadium wissen. Denn die Sanitär- und Elektroinstallationen sind beim Fertighaus bereits in den Wandelementen vorgesehen. Wir verraten dir, worauf es dabei ankommt!


Gut beraten lassen

Bereits bei der Planung deines Traumhauses wird dein Fertighausberater mit dir die gesamten Installationen durchbesprechen. Denn diese müssen schon zu diesem Zeitpunkt komplett berücksichtigt werden, da das Fertighaus ja im Werk produziert wird und die Leerverrohrungen dort bereits in den Wandelementen gelegt werden. In diesem Blogbeitrag erklären wir dir, was bei Bad, WC und Küche alles möglich ist, wie viele Steckdosen und wie viele Lampen du einplanen solltest. Lass dich dazu auch umfassend von deinem Ansprechpartner der Fertighausfirma beraten, denn er blickt auf viel Erfahrung im Hausbau zurück und kann dir praktische Tipps geben!


Sanitärinstallation für den Neubau

Checkliste für Badezimmer und WC:

 

  • Badewanne
  • Dusche
  • Bidet
  • ein oder zwei Waschbecken
  • Doppelwaschbecken
  • Handwaschbecken für WC
  • Hänge-WC
  • Standklosett

Checkliste für die Küche:

 

  • Wasseranschluss
  • Abwasseranschluss
  • Waschbecken
  • Geschirrspüler

Sonstiges:

  • Waschmaschine
  • Wäschetrockner
  • Sauna
  • Fitnessraum
  • Alarmanlage
  • Beschattungssysteme
  • Außenlichter
  • Solaranlage
  • Beleuchteter
  • Schlafzimmerschrank

Grundlagen der Elektrotechnik

Per Definition ist eine Elektroinstallation die Herstellung elektrischer Anlagen für Niederspannung in einem Neubau. Sie wird durch Leitungsverlegung im Rohbau errichtet und stellt die Stromversorgung und die elektrische Beleuchtung des Hauses sicher. Zur Elektroinstallation zählt die Montage von:

 

  • Verteilern,
  • Überstromschutzeinrichtung,
  • Schutzschalter,
  • Leuchten,
  • Elektrogeräten,
  • Sensoren wie z. B. Bewegungsmeldern,
  • Schaltern und
  • Steckdosen.

Man kann die Elektroinstallation zentral oder dezentral ausrichten. Zentral bedeutet, dass es einen Verteiler für sämtliche Installationen gibt. Vorteil: Wenn es einen Kurzschluss gibt, ist Fehlersuche einfacher. Nachteil: Die Kabel und Leitungen sind länger. Bei der dezentralen Elektroinstallation benötigt man weniger Kabel und Leitungen.


Es gibt drei unterschiedliche Verlegearten bei Installationen:

  • Unter Putz: Diese Verlegeart ist meist in Wohn- und Arbeitsräumen zu finden. Dabei werden die Leitungen in Schutzrohren oder im Estrich verlegt.
  • Auf Putz: Wird z. B. im Dachboden, Keller oder in der Garage verwendet. Die Kabelkanäle sind freiliegend. 
  • Im Putz: Bei dieser Verlegeart wird eine Stegleitung verwendet, das sind mit Kunststoff ummantelte eindrähtige Kupferleitungen, die fest im Putz verlegt werden. Diese Verlegeart wird z. B. zur nachträglichen Installation von Deckenleuchten verwendet und ist auf Putz oder Holz nicht erlaubt.

Angebote vergleichen

Die Anzahl der Steckdosen in einem Raum tragen maßgeblich zum Wohnkomfort bei. Die Grundinstallation wird von jeder Fertighausfirma unterschiedlich angeboten, da lohnt es sich auf jeden Fall, genauer hinzusehen und den eigenen Bedarf zu prüfen. Gruber und Bruckner (2012, 75) empfehlen nachfolgende Anzahl elektrischer Anschlüsse für die unterschiedlichen Räume:

Checkliste Elektroinstallation planen:

 

  • Wohnzimmer: 8 Steckdosen und 2 Leuchten
  • Wohnzimmer mit Essbereich: 10 Steckdosen und 3 Leuchten
  • Essbereich: 4–8 Steckdosen und 1–2 Leuchten
  • Küchen: 10–12 Steckdosen und 3–4 Leuchten
  • Hausarbeitsraum: 9 Steckdosen und 2 Leuchten
  • Schlaf- und Kinderzimmer: abhängig von der Größe 5–9 Steckdosen und 1–2 Leuchten
  • Bad: 4 Steckdosen und 1–2 Leuchten
  • WC: 1 Steckdose und 1 Leuchte
  • Gang und Vorraum: 2 Steckdosen und 2 Leuchten
  • Balkon und Terrasse: 2 Steckdosen und 1 Leuchte

Das sind natürlich nur Richtwerte. Ein langer Gang erfordert schon mal mehrere Leuchten und zwei Steckdosen, damit man mit dem Staubsauger bequem überall hinkommt. Man sollte sich auch vorab überlegen, wo die Ladestation für Handys und/oder Laptops sein wird, dort benötigt man natürlich auch mehrere Steckdosen. Als Faustregel gilt: Besser eine Steckdose mehr als zu wenig einplanen!


Angebote vergleichen

Wirf einen Blick auf die Angebote verschiedener Fertighaushersteller, du wirst merken, sie unterscheiden sich hinsichtlich der Leistungen und Standardpakete für die Installation. Tipp: Prüfe auch die Anzahl der Stromkreise, die jeweils gesondert abgesichert sind. Denn für Verbrauchsgeräte wie Küchengeräte, Geschirrspüler, Waschmaschine oder die Heiztherme benötigt man jeweils einen separaten Stromkreis. Das betrifft ebenfalls die Steckdosen und Lichtauslässe. Dabei dürfen nicht alle Räume an einem einzigen Stromkreis angeschlossen sein.


Zweiter Stromzähler für Wärmepumpe

Möchtest du für die Heizung bzw. die Warmwasseraufbereitung eine Wärmepumpe nutzen, erhältst du dafür von den meisten Stromversorgern einen gesonderten, günstigen Tarif. Dafür benötigst du jedoch einen zweiten Stromzähler und einen eigenen Stromkreis. Plane dafür den entsprechenden Platz ein.


Leitung für TV, Telefon und Computer

Auch für Telefon, Fernsehgerät und Computernetzwerk müssen Verrohrungen vorgesehen werden. Besonders, wenn Räume mehrfach genutzt werden, wenn z. B. aus dem Kinderzimmer einmal das Arbeitszimmer werden soll. Zudem ist für Kinder in der Ausbildung ein Computer mit Internetanschluss heutzutage oft ein Muss. Diese Leitungen benötigst du:

  • Telefon und Fernseher: Kabel oder Satellit
  • Computer: Internet

So vermeidest du später offen verlegte Kabel. Die Kabel müssen ja noch nicht eingezogen werden, eine gelegte Leerverrohrung mit Unterputzdose reicht vollkommen. Der Keller eignet sich als Zentrale für diese Niederspannungsanlagen, von hier können die einzelnen Räume gespeist werden.


Von Anfang an in guten Händen

Im MUSTERHAUSPARK findest du deinen kompetenten Ansprechpartner. Unsere Fertighaushersteller stehen für Qualität und bestes Service. Komm am besten einfach mal bei uns in Eugendorf, Graz oder Haid vorbei und mach dir selbst ein Bild von den vielen verschiedenen Musterhäusern und Ausstattungsvarianten. Der große Vorteil bei uns ist, dass du alle renommierten Fertighaushersteller an einem Ort vergleichen kannst, die Berater in den einzelnen Musterhäusern stehen gerne für Fragen bereit. Oder nimm Kontakt zum MUSTERHAUSPARK-Team auf unter +43-6225-28028 oder office@musterhauspark.at. Wir freuen uns auf deinen Besuch!


Quelle:

Fertighaus & Recht Martin Gruber, Erwin Bruckner/Verein für Konsumenteninformation (Hrsg.), Wien 2012, 2. akt. Aufl.