Die fünf Vorteile der kontrollierten Wohnraumlüftung

Gesunde Luft im Haus ist ein wichtiges Thema, halten wir uns doch den Großteil unseres Lebens in Räumen auf. Wie die kontrollierte Wohnraumlüftung funktioniert, warum sie Geld spart, Allergikern hilft und sogar Schimmel an Wänden verhindert, verraten wir dir im heutigen Blogbeitrag.


Technik mit Komfort

Luft ist essentiell für uns Menschen. Da wir heutzutage relativ wenig Zeit draußen verbringen, ist das Raumklima umso wichtiger. Es beeinflusst unser Wohlbefinden, die Leistungsfähigkeit und sogar unsere Gesundheit. Die meisten Fertighaushersteller bieten Lüftungsanlagen an. Und das aus gutem Grund. Besonders in Niedrigenergie- und Passivhäusern machen sie Sinn, da hier durch die Kombination aus effizienter Dämmung und gutem Wohnraumlüftungssystem sogar auf Flächenheizung oder Heizkörper verzichtet werden kann. Außerdem hat man immer frische Luft, ohne sich durch Lüften selbst darum kümmern zu müssen, der Feinstaub wird minimiert und man gewinnt sogar noch Energie.


Was ist die Wohnraumlüftung?

Die kontrollierte Wohnraumbe- und -entlüftung ist ein System, das automatisch für regelmäßigen Luftaustausch sorgt. Dabei wird Feuchtigkeit und Kohlendioxid (CO2) abtransportiert und frische Luft von außen zugeführt. Am Schnittpunkt zwischen Be- und Entlüftung wird ein Wärmetauscher angebracht, der aus der warmen Luft, die im Winter hinaus- und im Sommer hineingelangt, Wärme gewinnt und damit das Heizsystem unterstützen kann. Voraussetzung für ein Lüftungssystem ist eine sehr dichte Gebäudehülle, also hohe Dämmwerte. Der kontrollierten steht die unkontrollierte Wohnraumbelüftung gegenüber, das ist das normale Lüften durch Fenster aufmachen, aber auch die Schacht- und Fugenlüftung.


Welche Wohnraumlüftungssysteme gibt es?

Man unterscheidet zwischen zentraler und dezentraler Wohnraumbelüftung. Erstere wird gerne beim Neubau verwendet, da eine nachträgliche Installation finanziell aufwendig ist. Sie ist effizienter, muss aber exakt an die Räume angepasst sein, um optimal zu arbeiten. Wichtig ist eine einfache Wartung. Dafür müssen Lüftungskanäle, Brandschutzklappen und Filter einfach erreichbar sein. Die dezentrale Variante wird eher bei der Sanierung von Altbauten verwendet. Hier wird die Lüftungsanlage nur in einigen Räumen wie Küche oder Bad installiert, Bauaufwand und Kosten sind geringer.


Drei Funktionsprinzipien

Wohnraumbelüftungssysteme unterscheiden sich nach drei Funktionsprinzipien:

  • Abluftsystem: Ein Ventilator transportiert verbrauchte, feuchte Luft durch in jedem Zimmer installierte Abluftklappen nach außen. Der Ventilator wird entweder manuell oder automatisch über Sensoren gesteuert, die den Raumluftzustand messen.
  • Zuluftsystem: Dieses System funktioniert entgegengesetzt, ein Ventilator saugt Außenluft an, die durch diverse ergänzende Systeme gereinigt, entfeuchtet oder temperiert werden kann.
  • Zu- und Abluftsystem: kombiniert die beiden Systeme. Ventilatoreinheiten und Kanalsysteme transportieren die Zu- und die Abluft.

Die fünf Vorteile der kontrollierten Wohnraumbelüftung:

Vorteil 1: Frische Luft ohne lüften

Damit die Raumluft frisch ist, muss man – besonders bei gut gedämmten Häusern – mehrmals täglich stoßlüften. Also sämtliche Fenster ganz öffnen und nach ein paar Minuten wieder schließen. Ein Fenster über mehrere Stunden gekippt zu lassen, verbraucht nur wertvolle Energie. Lüftet man zu wenig, schlägt sich das auf die Luftqualität nieder, sie kann sogar schädlich sein. Lüftet man zu oft, wirft man wertvolle Wärmeenergie sprichwörtlich zum Fenster raus. Mit der Lüftungsanlage fällt das tägliche Lüften komplett weg, man muss sich um nichts mehr kümmern: Der Austausch von verbrauchter Luft durch die angesaugte Frischluft von außen findet konsequent statt, die Luft ist konstant hygienisch und sauber.


Vorteil 2: Gut gegen Schimmelbildung

Die korrekte Belüftung senkt nicht nur CO2-Werte im Raum, sondern auch die Luftfeuchtigkeit. Dadurch wird die Schimmelbildung an Decke und Wänden verhindert, was Atemwegsbelastungen vorbeugt und langfristig die Bausubstanz schont.


Vorteil 3: Reduzierte Pollen- und Feinstaubbelastung

Die frische Luft von außen wird, bevor sie in die Räume geleitet wird, durch spezielle Filtervorrichtungen gereinigt. Das hält Feinstaub und Pollen zurück, auch die Belastung durch Hausstaubmilben wird verringert – eine spürbare Erleichterung für Allergiker. Dass durch die Lüftung Staub vom Boden aufgewirbelt wird, ist übrigens eine Mär, ebenso wie die Entstehung von Zugluft.


Vorteil 4: Lärmschutz

Durch geschlossene Fenster bleibt auch der Straßenlärm draußen. Das hebt die Lebensqualität deutlich, wenn z. B. Schlafzimmer, Wohnzimmer oder Büro an der Straßenseite liegen. Die modernen Lüftungsanlagen zeichnen sich übrigens durch eine sehr niedrige bis gar nicht wahrnehmbare Geräuschentwicklung aus.


Vorteil 5: Geld sparen

Durch eine kontrollierte Wohnraumbe- und -entlüftung sparst du Bares:

  • Senkung der Heizkosten: Einerseits durch die fachgerechte Belüftung, die keine Wärmeenergie verschwendet, andererseits durch die oben beschriebene Wärmerückgewinnung: Der Wärmetauscher verringert die Heizlast des Heizsystems.
  • Ersatz der Klimaanlage: Im Sommer dreht sich der Effekt um, der Wärmetauscher entzieht der einströmenden Außenluft die Wärme und versorgt damit das Haus mit kühler Frischluft – das ersetzt die Klimaanlage, ohne den Einsatz von zusätzlicher Energie!
  • Einsparung von Sanierungskosten: Durch die Schonung der Bausubstanz, da sich kein Schimmel bilden kann, wird die Lebensdauer des Gebäudes verlängert.

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Quelle:

Unser Fertighaus-Handbuch – In neun Schritten ins perfekte Eigenheim Magnus Enxing, Michael Bruns/Stiftung Warentest, Berlin 2015

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