Blitzableiter – Schutz für dein Zuhause

Blitzableiter ja oder nein?

Immer wieder wird darüber diskutiert, ob Blitzschutzanlagen sinnvoll sind oder nicht. Fakt ist, dass im Falle eines Einschlags – auch wenn die Wahrscheinlichkeit in der Regel gering ist – die Folgen verheerend sein können. Verfügst du über kein Schutzsystem, bahnt er sich selbst einen Weg durchs ganze Haus, vom Dach bis in den Keller. Dabei folgt er Einbauten, die elektrisch leiten, wie Metallrohre der Elektro- und Heizungsinstallation oder Antennenkabel. Statt der üblichen 230 Volt fließen dann mehrere Tausend Volt durch. Die Folgen sind Überspannungsschäden an Geräten, mechanische Zerstörung und Brand. Für die drinnen befindlichen Personen besteht akute Lebensgefahr durch die Überspannung selbst sowie durch Brandgefahr.


Naturgewalt von oben

Blitze können weder aufgehalten werden, noch sind sie berechenbar. Es gibt lediglich Risikobewertungen aufgrund der gemessenen Blitzdichte. Die meisten Einschläge gibt es übrigens in der Steiermark und Kärnten. Die Blitzforscher von ALDIS, kurz für Austrian Lightning Detection & Information System, veröffentlichen auf www.aldis.at regelmäßig Statistiken und Informationen für Österreich und Europa.


Wie funktioniert ein Blitzableiter?

Der äußere Blitzschutz, umgangssprachlich Blitzableiter genannt, bildet gemeinsam mit dem inneren die Blitzschutzanlage. Diese gibt dem Blitz den Weg vom Einschlagspunkt am Dach bis ins Erdreich vor. Dabei schützt sie die im Haus befindlichen Personen sowie elektrische Anlagen und Geräte vor der atmosphärischen Entladung.


Der äußere Blitzschutz

Dieser schützt vor dem direkten Einschlag. Er besteht aus drei Teilen:

  • Die Fangeinrichtung fängt den Blitz vor dem Einschlag ab. Sie wird an der wahrscheinlichsten Einschlagstelle, dem höchsten Punkt am Dach, angebracht.
  • Der Blitz wird durch die Ableitungsanlage geleitet. Diese Leitungen bestehen z. B. aus Kupfer oder Aluminium und funktionieren wie ein Faradayscher Käfig, der als elektrische Abschirmung wirkt.
  • Durch die Erdungsanlage wird der Blitz kontrolliert in die Erde geleitet.

Arten von Erdungsanlagen

Es gibt drei Varianten von Erdungsanlagen:

 

  1. Oberflächenerder: dieser geschlossene Ringerder wird in geringer Tiefe verlegt.
  2. Tiefenerder: dieser wird senkrecht in größerer Tiefe verlegt.
  3. Fundamenterder: dieser liegt im Betonfundament.

Beim Neubau eines Fertighauses ist der Fundamenterder die empfehlenswerte und auch günstigste Variante.


Der innere Blitzschutz

Dieser besteht aus Überspannungsschutzgeräten, die an Steckdosen und elektrische Geräte angebracht werden. Sie sind im Fachhandel und Baumarkt erhältlich.


Regelmäßige Wartung

Das ist bei einem Blitzableiter zu beachten: Besonders im Winter wird er durch die Witterungseinflüsse beansprucht, daher sollte er in regelmäßigen Abständen durch einen Fachmann der Elektrotechnik auf Funktionsfähigkeit überprüft werden. Du erhältst dabei ein Prüfprotokoll mit den Messwerten und Anlagedaten.


Mythen rund um den Blitz

„Wir sind ja nicht das höchste Haus in der Straße, also schlägt bei uns sicher kein Blitz ein.“ Solche und ähnliche Meinungen hört man oft im Bekanntenkreis. Richtig ist, dass ein hohes Gebäude in direkter Nähe z. B. einer Kirche vor einem Blitzeinschlag schützen kann. Aber: Dabei dürfte der Abstand nicht mehr als zehn Meter betragen! Was meist eher nicht der Fall ist ... Ansonsten gibt es für die umstehenden Gebäude keine verlässliche Schutzwirksamkeit. Ein weiterer Mythos, der sich hartnäckig hält, ist, dass der Blitzableiter Blitze anzieht. Die Wahrheit ist, dass dieser die Entstehung des Blitzes in der viele Kilometer entfernten Wolke zu keinem Zeitpunkt beeinflussen kann. Erst wenn sich der Blitz das Gebäude als Einschlagsort „aussucht“, kommt der Blitzableiter zum Einsatz, indem er die Entladung auf die Fangeinrichtung leitet.


Sichere Lösung aus dem MUSTERHAUSPARK

Bei uns im MUSTERHAUSPARK bekommst du ein Fertighaus mit umfangreichem Blitzschutzsystem. Besuch uns am besten einfach persönlich in Eugendorf, Graz oder Haid und mach dir einen persönlichen Eindruck. Unsere kompetenten Hausbauexperten der Fertighausanbieter stehen dir gerne für Fragen zur Verfügung. Unverbindlich und kostenlos. Du hast Fragen? Nimm Kontakt zu uns auf unter +43-6225-28028 und office@musterhauspark.at oder schau bei uns auf Facebook rein!

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