Pultdachhaus: Fertighaus mit Pultdach


Das Pultdach wird beim modernen Fertigteilhaus gerne verwendet. Es ist einfach in der Planung, wenig anfällig für Schäden und kostengünstig. Das Pultdach hat nur eine geneigte Dachfläche, deren obere Kante den Dachfirst bildet und die untere Kante die Dachtraufe. Zum Schutz vor Regen und Schnee ist die Dachfläche meist wetterseitig ausgerichtet. Auf der „offenen“ Seite ergibt sich Raum für große Lichtflächen. Der Vorteil: Aus dem oberen Geschoß wird ein Vollgeschoß, wo der Raum beim anderen Dachformen durch die Neigung begrenzt ist und allenfalls einen Dachboden oder Abstellbereiche zulässt. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich auf dem Pultdach besonders gut Solar- und Photovoltaikanlagen montieren lassen.



Aufbauz eines Pultdachs

Das Pultdach ist einfach in der Konstruktion und garantiert ein zuverlässiges Abfließen von Regenwasser. Die Dämmung erfolgt wie beim Satteldach auf, zwischen oder unter den Sparren. Ist die Neigung sehr gering, kann auch eine Einblas- oder Schüttdämmung erfolgen, die normalerweise für das Flachdach verwendet wird. Die Dachneigung beträgt zwischen elf und 60 Grad, dadurch ergeben sich zahlreiche Varianten und ein großer Gestaltungsspielraum. Die Neigung wird allerdings von der Dacheindeckung beeinflusst. Für wasserdichte Stahltrapezbleche – erhältlich in verschiedenen Farben – reicht eine geringe Neigung, während manche Dachziegelarten eine Neigung ab 22 Grad voraussetzen. Da Dachziegel nicht besonders wasserdicht sind, muss ein Unterbau geplant werden.


Ausrichtung des Daches

Es gibt zwei Varianten, ein Pultdach Fertighaus auszurichten: Wird es zur Wetterseite ausgerichtet – also in der Regel nach Nordwest – schützt es das Haus vor Regen, Wind und Schnee. Durch große Fensterfronten auf der Sonnenseite, die Sonnenlicht hereinlassen, kann Heizenergie gespart werden. Möchte man Energie erzeugen, ist das Pultdach optimal: Zur Sonne ausgerichtet, fängt es auch in den Wintermonaten genug Sonnenstrahlen ein, wodurch es besonders gern bei Passiv- und Niedrigenergiehäusern eingesetzt wird. Die Photovoltaikmodule können auch in das Dach integriert werden, dann heben sie sich nicht als Fremdkörper vom Dach ab. Im Sommer bietet das Pultdach dem Fertighaus Schutz vor der Sonne.


Besonderheiten und Verwendung

Früher wurde das Pultdach oft für Nebengebäude, Anbauten oder Lagerräume verwendet. In jüngerer Zeit erfreut es sich bei Fertighäusern in Österreich einer wachsenden Fangemeinde. Es ist auch für eingeschoßige, ebenerdige Häuser und für fast jeden Grundriss geeignet. Es setzt einen architektonischen Akzent und vermittelt den Eindruck, dass das Haus sich „öffnet“. Das Pultdach gibt es in zahlreichen Varianten. Versetzt man zwei Pultdächer, erhält man ein sogenanntes Doppelpultdach. Laufen zwei Pultdächer in die gegengesetzte Richtung zusammen, treffen sich also am niedrigen Punkt, spricht man von einem Schmetterlingsdach.


Vorteile des Pultdachs

  • vollwertiger Wohnraum im Dachgeschoß mit großen Fensterfronten
  • geringe Kosten
  • optimal geeignet für die Anbringung einer Photovoltaikanlage
  • Nutzung von Regenwasser

Nachteile des Pultdachs

  • bei unzureichender Dämmung im Dachgeschoß Hitzeentwicklung im Sommer und Verlust von Heizenergie im Winter

Informationen bei MUSTERHAUSPARK

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