Nebenkosten – das solltest du wissen

Neben dem eigentlichen Kaufpreis für das Grundstück fallen noch einige weitere Kosten an. Diese solltest du keinesfalls unterschätzen. Im heutigen MUSTERHAUSPARK-Blogeintrag geben wir dir eine Nebenkostenübersicht. So erlebst du keine unliebsamen finanziellen Überraschungen.


Nebenkosten beim Grundstückskauf

Endlich hast du das ideale Grundstück gefunden und dein Traum vom eigenen Fertighaus ist in greifbare Nähe gerückt. Doch Vorsicht – in deinem Finanzierungsplan solltest du auf jeden Fall die Nebenkosten miteinberechnen, sonst wird die finanzielle Belastung größer als vorab kalkuliert. In bereits erschienenen Blog-Beiträgen haben wir uns übrigens schon mit Betriebskosten, Finanzierung und Förderung befasst.


Was sind Nebenkosten?

Als Nebenkosten beim Hauskauf und Grundstückskauf bezeichnet man Gebühren neben dem regulären Kaufpreis. Dazu gehören etwa die Grunderwerbssteuer, die Grundbucheintragungsgebühr, das Honorar für den Anwalt oder Notar, die Provision für den Immobilienmakler oder die Zinsen für den Kredit.


Überblick über die Höhe des Kaufpreises

Bis auf eine Gebühr, nämlich jene für den Eintrag ins Grundbuch, richten sich sämtliche Nebenkosten, Honorare und Spesen nach der Höhe des Kaufpreises für die Liegenschaft. Das bedeutet: Je teurer das Grundstück ist, desto höher sind die Nebenkosten.


Die Grunderwerbssteuer

Im Regelfall musst du für die Grunderwerbssteuer mit 3,5 Prozent des Kaufpreises rechnen. Es gibt Sonderregelungen, etwa wenn du das Grundstück von einem nahen Verwandten kaufst. Dann betragen die Kosten zwei Prozent des Kaufpreises. Die Grunderwerbssteuer wird meist vom Rechtsanwalt oder Notar, dem sogenannten Vertragserrichter, berechnet und an das Finanzamt überwiesen. Darum bezahlst du als Käufer die Nebenkosten direkt an den Rechtsanwalt oder Notar und musst dich sonst um nichts weiter kümmern. Es kann aber auch sein, dass du dich darum selbst kümmern musst. In diesem Fall musst du den Vertrag innerhalb eines Monats nach der Unterzeichnung beim Finanzamt vorlegen, das die Grunderwerbssteuer berechnet und dir nach Entrichtung der Gebühr eine Unbedenklichkeitsbescheinigung aushändigt. Diese brauchst du, um dein Eigentumsrecht ins Grundbuch eintragen zu lassen.


Die Grundbucheintragungsgebühr

Die Gebühr für die Eintragung ins Grundbuch kostet dich 1,1 Prozent des Kaufpreises. Die einzige festgelegte Gebühr, wie oben erwähnt, ist für den Eintrag in das Grundbuch zu entrichten. Diese macht 40 Euro aus.


Honorar für den Anwalt

Auch der Anwalt oder Notar erhält ein Honorar für die Aufsetzung des Kaufvertrags und für die Unterschriftsbeglaubigung. Die Höhe des Honorars wird nach einem eigenen Tarif berechnet und hängt wiederum vom Kaufpreis des Grundstücks ab. Du kannst mit dem Rechtsanwalt auch eine Pauschale vereinbaren. Auf jeden Fall solltest du die voraussichtlichen Kosten besprechen, bevor du einen Rechtsbeistand beauftragst.

Diese Leistungen beinhaltet das Rechtsanwaltshonorar:


  • Grundbucheintragung
  • Errichtung des Kaufvertrags
  • Gebührenabwicklung
  • Treuhandschaft (die übrigens auch für einen Kredit gelten kann)
  • evtl. Einholen einer Genehmigung nach dem Grundverkehrsgesetz

Geld sparen durch Verhandeln

Muss immer der Käufer sämtliche Nebenkosten tragen? Die Antwort lautet: üblicherweise ja, aber es ist kein Muss. Vielmehr ist es Verhandlungssache. Es zahlt sich also auf jeden Fall aus, mit dem Verkäufer darüber zu verhandeln, die Nebenkosten aufzuteilen.


Zu den Nebenkosten zählen zudem:

  • Zinsen für den Kredit
  • Provision für den Immobilienmakler
  • Anschluss- und Erschließungskosten für das Grundstück
  • Kosten für Abbruch eines Altbestands auf dem Grundstück
  • Kosten für das Roden von Bäumen

Falls es für das Grundstück noch keine Grundbucheinlage gibt, muss ein Geometer beauftragt werden, um die Liegenschaft zu vermessen und einen Teilungsplan zu erstellen. Erst wenn all diese Dinge erledigt sind, ist dein Grundstück „baureif“.


Wissenswertes für dich zusammengefasst

In unserer Blog-Kategorie Finanzierung & Recht findest du übrigens noch weitere interessante Beiträge rund um das Thema, etwa über den Unterschied zwischen Kredit und Darlehen, wichtige Informationen über Zinsen oder ein übersichtliches Baurecht-ABC. Klick dich durch! Wenn du noch Fragen hast, nimm Kontakt mit uns auf, wir helfen dir gerne weiter: +43-6225-28028 oder office@musterhauspark.at. Wir sehen uns im MUSTERHAUSPARK!


Quelle:

Fertighaus & Recht
Martin Gruber, Erwin Bruckner/Verein für Konsumenteninformation (Hrsg.), Wien 2012, 2. akt. Aufl.

Datum: 21.12.2017