Kleines Dachformen-ABC

Jeder Topf hat seinen Deckel – so geht es auch unseren Fertighäusern! Das Dach schützt ein Haus vor Wind, Wetter und Sonne. Vor allem aber verleiht es dem Haus Charakter und Ästhetik, es ist der krönende Abschluss. In unserem Dachformen-ABC stellen wir dir die verschiedenen Dächer vor.


Alle Blicke nach oben!

Wenn du beim Rundgang durch den MUSTERHAUSPARK den Blick nach oben schweifen lässt, kannst du dir einen guten Eindruck von den verschiedenen Dachformen machen. Steil, rund, flach, alles ist möglich bei unseren Fertighäusern. Im heutigen Blogeintrag verraten wir dir, was die unterschiedlichen Dachformen ausmacht.


Satteldach - der Klassiker

Seit Jahrhunderten prägt es unser Landschaftsbild, von Vorarlberg bis Wien: das Satteldach. Es ist eine zeitlose Konstruktion, die sich in ganz Europa bewährt hat. Zwei Dachflächen bilden an der höchsten waagrechten Position einen Dachfirst, der parallel zu den Traufen verläuft. Durch unterschiedliche Dachneigungen und Traufenhöhen ergeben sich Varianten. Das Dachgeschoß gilt beim Satteldach oft als Ausbaureserve.


Walmdach - der Urtyp

Das Walmdach zählt zu den ältesten Dachformen und ist in ganz Mitteleuropa weit verbreitet. Es verleiht dem Haus einen repräsentativen Eindruck, aber auch einen ganz urtümlichen. Das Walmdach besitzt nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen, die als Walm bezeichnet werden. Eine Sonderform des Walmdaches ist das Krüppelwalmdach. Die Dachflächen an den Schmalseiten sind verkleinert – daher der unschöne Name. Es blickt auf eine lange Tradition zurück und wurde eingesetzt, um den Giebel und First an der empfindlichsten Stelle vor Wind und Regen zu schützen. Das Krüppelwalmdach besitzt eine eigenständige Optik und wird auch heute noch gerne in Gegenden mit rauer Witterung eingesetzt.


Pultdach - der funktionale Typ

Früher oft für Nebengebäude oder Lagerstätten verwendet, erfreut sich das Pultdach – die wohl einfachste Dachform – in jüngerer Zeit einer wachsenden Fangemeinde. Die einseitig geneigte Dachfläche bildet am oberen Abschluss einen Dachfirst und am unteren Ende eine Dachtraufe. Die Dachfläche ist zum Schutz vor Regen und Schnee meist wetterseitig ausgerichtet. Auf der „offenen“ Seite ergibt sich Raum für große Lichtflächen. Der Vorteil dieser auf Funktion ausgerichteten Dachform: aus dem oberen Geschoß wird ein Vollgeschoß, wo der Raum beim Sattel- oder Walmdach durch die Neigung begrenzt ist und allenfalls einen Dachboden oder Abstellbereiche zulässt. Außerdem lassen sich auf dem Pultdach besonders gut Solar- und Photovoltaikanlagen montieren. Das Pultdach gibt es in zahlreichen Varianten. Versetzt man zwei Pultdächer, erhält man ein sogenanntes Doppelpultdach. Laufen zwei Pultdächer in die gegengesetzte Richtung zusammen, treffen sich also am niedrigen Punkt, spricht man von einem Schmetterlingsdach.


Mansarddach - der prunkvolle Typ

Populär wurde diese Dachform im Paris des 17. Jahrhunderts, als der gleichnamige Architekt diese Art der Dachbau-Technik in vielen Prunkbauten verwendete. Die Dachflächen werden im unteren Bereich abgeknickt, wodurch die Schrägen wesentlich kürzer werden und so mehr Wohnraum geschaffen wird. Das Mansarddach bietet ebenfalls die Möglichkeit, das Obergeschoß zu einem Vollgeschoß auszubauen, es sichert sogar die größtmögliche Ausnutzung der Fläche.


Zeltdach - der mediterrane Typ

Das Zeltdach versprüht mediterranes Flair. Durch überstehende Dachflächen spendet es auf allen Seiten Schatten, was in einem heißen Sommer Erleichterung verschafft. Es setzt einen quadratischen Grundriss voraus. Der vorherrschende architektonische Charakter ist die Symmetrie, klare Linien, die in einem Firstpunkt enden. Wo das Zeltdach sich durch eine geringe Neigung auszeichnet, verfügt das Turmdach, der spitze Bruder des Zeltdachs, über eine starke Neigung – und kein Vordach.


Tonnendach - der extravagante Typ

Wie der Name schon sagt, ist das Tonnendach halbkreisförmig. Es verleiht dem Haus einen designorientierten, extravaganten Touch. Bei nur schwacher Wölbung spricht man von einem Bogendach.


Flachdach - der moderne Typ

Last but noch least gilt es noch das Flachdach zu nennen, das in der modernen Architektur eine wichtige Rolle spielt. Es erlaubt viele Gestaltungs- und Nutzungsmöglichkeiten, erfordert allerdings viel Know-how und größte Sorgfalt in der Ausführung der Tragkonstruktion, bei der Dämmung sowie Abdichtung.


Gauben - die Augen am Dach

ls Alternative zum klassischen Dachflächenfenster gibt es für ausgebaute Dachgeschoße eine Vielzahl an unterschiedlichen Gaubenformen. Sie verschaffen dem Raum mehr Licht, einen besseren Ausblick und bei entsprechender Größe mehr Wohnraum. Sie können auch nachträglich eingebaut werden, wenn man das Dachgeschoß als Wohnraum nutzen möchte.

Datum: 21.12.2016