Hausbaulexikon – diese Wörter solltest du kennen (Teil 1)

Alle wichtigen Baubegriffe im Überblick

Die wenigsten Häuslbauer sind vom Fach. Ein Haus zu planen und zu bauen, ist für den Laien daher allein schon wegen der vielen Fachbegriffe eine Herausforderung. Da tut man in der Diskussionsrunde mit Freunden, die bereits gebaut haben, schon mal so, als verstünde man, was eine Katasterkarte oder Hausanschlussnische ist, und sucht dann im Nachhinein im Internet nach der Bedeutung. Wir machen’s dir leicht mit unserem Hausbaulexikon! Hier findest du alle Begriffe, die du als Häuslbauer kennen solltest. Im ersten Teil erklären wir Wörter von A bis E, in der nächsten Woche gibt’s dann die Fortsetzung. Und los geht’s:


Abnahme

Die Bauabnahme beim Fertighaus ist der letzte große Schritt vor dem Einzug. Es ist der Übergang von der Herstellungsphase in die Nutzungsphase, dabei wird aus dem Bauprojekt offiziell ein fertiges Gebäude. Die Abnahme findet direkt im Haus statt, es werden sämtliche Arbeiten, die vom Fertighaushersteller durchgeführt wurden, gemeinsam mit dem Ansprechpartner der Fertighausfirma gesichtet und protokolliert. Werden Mängel entdeckt, werden diese ebenfalls darin festgehalten. Zum Zeitpunkt der Abnahme beginnt zudem die Gewährleistungsfrist. Der Keller sowie Arbeiten, die von externen Handwerkern ausgeführt wurden, werden separat mit den jeweiligen Firmen abgenommen.


Abnahmeprotokoll

Darin werden alle Punkte, die bei der Abnahme des Fertighauses zu berücksichtigen sind, schriftlich festgehalten: Ort, Datum, Uhrzeit, anwesende Personen, die Wetterlage und welche Unterlagen übergeben wurden, usw. Werden Mängel beanstandet, wird im Abnahmeprotokoll der Termin für die Beseitigung angeführt.


Alternativposition

Diese wird auch Wahlposition genannt. Möchtest du statt der vorgesehenen Grundposition eine andere Variante der Ausführung einer bestimmten Bauleistung, nennt man das Alternativposition.


Annuitätendarlehen

Bei diesem Darlehen wird für einen definierten Zeitraum eine Zinsbindung vereinbart. In diesem Zeitraum werden gleichbleibend hohe Raten gezahlt, die sowohl Zins als auch Tilgung beinhalten. Mit zunehmender Laufzeit nimmt die Restschuld ab und der Zinsanteil der Rate sinkt, während der Tilgungsanteil steigt. In der Regel wird die Annuität, also die gleichbleibende Zahlung, monatlich oder vierteljährlich beglichen.


Anschaffungskosten

Das sind die Kosten für den Erwerb einer Immobilie, der Anschaffung. Zu den Anschaffungskosten zählen der eigentliche Kaufpreis sowie die Nebenkosten. Dazu gehören:

  • Grunderwerbssteuer,
  • Grundbucheintragungsgebühr,
  • Honorar für Anwalt oder Notar und
  • Provision für Immobilienmakler.

Ausbaustufe

Fertighäuser werden in drei Ausbaustufen angeboten: ausbaufertig, belagsfertig und schlüsselfertig. So wird auf jedes Budget Rücksicht genommen, jeder erhält das individuell auf ihn zugeschnittene Eigenheim. Ob man gerne Hobbyhandwerker ist, der selbst an seinem Haus mitbauen möchte, oder ob man sich lieber entspannt zurücklehnen und nach der Schlüsselübergabe gleich einziehen möchte, kann man über die Ausbaustufe selbst wählen. Im MUSTERHAUSPARK kann man die Ausbaustufen der renommiertesten Fertighausanbieter übrigens bequem an einem Ort vergleichen.


Bauherr

Der Bauherr ist der Verantwortliche beim Hausbau bzw. bei einer Baumaßnahme. Er beauftragt die ausführenden Unternehmen, Planer und Bauleiter und ist verantwortlich für die Einhaltung der Vorgaben aus dem Baurecht. Als Käufer eines Fertighauses bist auch du automatisch der Bauherr, der die Fertighausfirma mit der Fertigstellung des Hauses (je nach Ausbaustufe) beauftragt.


Baukosten

Das sind die Kosten für den Bau eines Hauses. Sie bestehen aus:

 

  • reinen Baukosten,
  • Baunebenkosten und
  • Kosten für Außenanlagen.

Als Faustregel gilt: Die reinen Baukosten teilen sich etwa zur Hälfte auf die Kosten für den Rohbau und für den Ausbau auf. Zu den Baunebenkosten zählen Kosten für die Vorbereitung, Planung, Genehmigung und die Abnahme des Fertigteilhauses.


Bautagebuch

Der Bauleiter dokumentiert die täglichen Arbeiten in einem Bautagebuch. Vor allem relevante Sachverhalte und Vorkommnisse wie Geräteeinsatz, Witterung, Arbeiterzahl oder Vereinbarungen werden darin festgehalten.


Bauwert

Dieser bezeichnet den Herstellungswert eines Hauses, inklusive sonstiger baulicher Anlagen und Außenanlagen sowie Baunebenkosten. Normalerweise wird der umbaute Raum in Kubikmeter mit dem jeweiligen Raummeterpreis multipliziert. Gemeinsam mit dem Bodenwert ergibt der Bauwert dann den Sachwert der Immobilie. Dies ist für den Gutachter die Grundlage für die Ermittlung des Verkehrswerts.


Bebauungsplan

In welcher Weise, in welchem Umfang und mit welcher Nutzungsart parzellierte Grundstücke bebaut werden dürfen oder auch freigehalten werden müssen, steht im Bebauungsplan. Dieser liegt bei der Gemeinde auf.


Bemusterung

Gemeinsam mit dem Ansprechpartner der Fertighausfirma legst du die gewünschten Ausstattungsmerkmale fest. Diesen Vorgang nennt man Bemusterung.


Blower-Door-Test

Der Blower-Door-Test ist ein Differenzdruck-Messverfahren, das in einem Gebäude Unterdruck erzeugt. Dadurch können undichte Stellen im Bauobjekt erkannt, lokalisiert und in weiterer Folge beseitigt werden


Bodenwert

Dieser beschreibt den Wert eines unbebauten Grundstücks. Gutachter erstellen den Bodenwert aufgrund von Vergleichswerten: dazu werden Grundstücke in gleicher Lage und mit gleichen Eigenschaften herangezogen. Die durchschnittlichen Lagewerte werden üblicherweise als Bodenrichtwerte jährlich von örtlichen Gutachterausschüssen bekannt gegeben.


COP

Diese Abkürzung steht für „Coefficient of Performance“. Diese Leistungszahl beschreibt bei Wärmepumpen das Verhältnis zwischen der elektrischen Energie, die für den Betrieb aufgewendet werden muss, und der Energie, die von der Wärmepumpe gewonnen wird. Sie zeigt an, wie effizient eine Wärmepumpe im optimalen Betriebspunkt arbeitet, vergleichbar mit dem Normverbrauch eines Autos.


Deckungsrate

Die Deckungsrate beschreibt den Beitrag einer Solarthermieanlage zur Gebäudeheizung


Eigenkapitalersatzmittel

Wie der Name schon sagt, sind diese Mittel ein Ersatz zum Eigenkapital. Dazu gehören:

  • Eigenleistung, umgangssprachlich auch als „Muskelhypothek“ bezeichnet,
  • Fremdmittel, die nicht von Banken stammen: Darlehen von Verwandten oder Arbeitgebern,
  • öffentliche Baudarlehen.

Eigenkapitalquote

Wie hoch der Anteil des Eigenkapitals an den Gesamtkosten für das Fertighaus ist, wird in der Eigenkapitalquote ausgedrückt. Als Faustregel gilt: für die Finanzierung eines Eigenheims sollte die Eigenheimkapitalquote bei mindestens 20 Prozent liegen. Zum Eigenkapital zählen Eigenkapitalersatzmittel sowie das reine Eigenkapital.


Eigentümer

Aus wirtschaftlicher Sicht erwirbst du als Käufer das Fertighaus mit der Abnahme bzw. mit dem Kaufvertrag. Rechtlich gesehen bist du aber erst Eigentümer, wenn du im Grundbuch stehst.


Energieausweis

Der Energieausweis ist der Typenschein fürs Fertighaus. Er gibt Auskunft über die Energieeffizienz des Gebäudes und ist die Voraussetzung für jede Förderung. Was genau darin steht, haben wir in diesem Blogbeitrag zusammengefasst.


Energieeinsparung

Beschreibt die Einsparung von: Heizkosten, Wasserkosten und Stromkosten. Maßnahmen, um Kosten einzusparen, sind z. B. eine moderne Heizung, eine effiziente Dämmung von Außenwänden, Keller und Dach sowie der Einbau von qualitativ hochwertigen Fenstern und Türen.


Energiesystem

Alle Komponenten, die zur energetischen Versorgung eines Hauses beitragen, wie Wärmepumpe, Photovoltaik- oder Solaranlage, ergeben das Energiesystem.


Erschließung

Die Erschließung eines Grundstücks beinhaltet verschiedene bauliche Maßnahmen, damit das Grundstück genutzt – und bebaut – werden kann. Durch die Erschließung wird das Grundstück in Bauland umgewandelt. Dazu gehört die verkehrstechnische Infrastruktur und die Verlegung der Hausanschlüsse: Strom, Wasser, eventuell Gas, Leitung für Telefon und Internet … wenn du dazu Näheres wissen möchtest, klick dich in diesen Blogbeitrag rein.


Besuche uns im MUSTERHAUSPARK! Du möchtest dein neues Expertenwissen nun gleich bei einem Besuch im MUSTERHAUSPARK unter Beweis stellen? Dann komm einfach vorbei in Eugendorf, Graz oder Haid und finde in unserer Fertighausaustellung dein Traumhaus! Oder nimm Kontakt zu uns auf unter +43-6225-28028 oder office@musterhauspark.at, wir helfen bei Fragen gerne weiter.


Quelle:

Unser Fertighaus-Handbuch – In neun Schritten ins perfekte Eigenheim Magnus Enxing, Michael Bruns/Stiftung Warentest, Berlin 2015

Datum: 15.03.2018


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