Fertighaus für Anfänger

Im Gespräch mit Häuslbauern, jenen in spe oder auch am Stammtisch redet man oft von Fertighäusern. Aber weißt du eigentlich im Detail, was das bedeutet und worin genau sich ein Fertighaus von einem „Nicht-Fertighaus“ unterscheidet? Mit diesem Blog-Eintrag liefern wir dir das nötige Know-how für jede Expertendiskussion!


Was ist ein Fertighaus?

Bezeichnend für ein Fertighaus ist der Umstand, dass maßgebliche Teile der Hauskonstruktion im Werk vorgefertigt und dann auf der Baustelle montiert bzw. eingesetzt werden. Ob Ein- oder Zweifamilienhaus, Reihenhaus oder Wohnhaus mit mehreren Geschoßen, ob Bürogebäude, Kindergarten oder Schule – beinahe jedes Gebäude kann in der Fertigbauweise gebaut werden, wobei das Grundprinzip immer dasselbe bleibt.


Definition

Die ÖNORM B 2310 aus dem Jahr 2009 definiert das Fertighaus so: „... ein auf einem vorbereiteten Unterbau errichtetes Bauwerk aus vorgefertigten, geschoßhohen Großtafel-Wandelementen, Raumzellen sowie aus vorgefertigten Decken- und Dachelementen, die in Produktionsstätten witterungsunabhängig hergestellt, auf die Baustelle transportiert und dort zusammengebaut werden.“ Diese Regelung ist einzigartig in Europa und garantiert in Österreich hohe, gleichbleibende und verlässliche Qualitätsstandards. Mit ein Grund, warum sich immer mehr Häuslbauer für die Fertigbauweise entscheiden.


Schlechtes Wetter? – Kein Problem!

Da die Teile vorgefertigt werden, ist man auf der Baustelle unabhängig von der Witterung. Wo die Bauzeit auf anderen Baustellen durch schlechtes Wetter verlängert werden muss, kann beim Fertighaus der Zeitplan eingehalten werden, was sich natürlich positiv auf die Kosten auswirkt. Durch die kürzere Bauzeit kann man schneller einziehen und spart sich ein paar Monate Miete.


Fixer Preis, ganz ohne Überraschungen

Hier sind wir auch schon bei dem für Viele wichtigsten Kriterium: bei einem Fertighaus hast du eine Fixpreisgarantie. Keine Überraschungen bei der Endabrechnung, keine unvorhergesehenen Malheure, die das Budget unnötig belasten. Und das Beste: Beim Fertighaus hast du eine Garantie auf das komplette Bauwerk.


So individuell wie du

Jeder hat seine ganz eigenen Vorstellungen von seinem Traumhaus. Dass man diese bei einem Fertighaus nicht umsetzen kann, ist eine Mär, die allerdings als Argument immer wieder verwendet wird. Bei einem Besuch im MUSTERHAUSPARK in Eugendorf, Graz oder Haid wird schnell klar: Man kann aus einer riesigen Palette an Möglichkeiten wählen. Die bei uns vorgestellten Musterhäuser geben einen ersten Überblick über die Haustypen – wir zeigen, was alles möglich ist!


Holzrahmenbauweise – der Renner

Die gängigste Fertighausbauweise ist die Holzrahmenbauweise. Kein Wunder, verfügen wir im Alpenraum doch über hervorragende Holzqualitäten. Dabei werden für die Innen- und Außenwände Holzrahmen im Werk gefertigt, mit hocheffizienter Dämmung gefüllt und mit Holz- und Gipsplatten beplankt. Diese Platten sorgen für eine hohe Belastbarkeit wie z. B. durch Hängeschränke. Türen und Fenster werden in dafür vorgesehenen Auslassungen eingesetzt, auf der Innenwand werden Dampfbremsen eingearbeitet und bereits die Verrohrung der Leitungen gelegt. An die Außenwände werden Wärmedämmverbundsysteme mit Reibputz oder je nach Wunsch individuell gestaltete Verblendungen aufgebracht. Die fertigen Wände sowie die Decken- und Dachelemente werden zur Baustelle transportiert und auf der Beton-Bodenplatte oder der Kellerdecke verankert.


Wohnbetonbauweise – aus einem Guss

Auch ein Beton-Fertighaus ist möglich. Hierfür werden die Wand- und Deckenelemente ebenso im Werk produziert. Aus Leichtbeton werden die Elemente in Schalungen ausgegossen, Verrohrung, Installationen, Türen und Fenster werden auch bereits eingebaut oder gegebenenfalls Aussparungen für die Montage direkt auf der Baustelle eingeplant. Je nach Hersteller werden die Elemente dann vor Ort kraftschlüssig zusammengefügt oder miteinander vergossen.


Ziegelbauweise – Stein auf Stein

Für die Ziegelbauweise werden die Wandelemente im Werk einfach vorgemauert, wobei Stahlarmierungen für Stabilität sorgen. Auf der Baustelle werden die Elemente dann miteinander verbunden und die Fassaden auf herkömmliche Weise verputzt bzw. nach Wunsch gestaltet. Die Bauweisen können auch kombiniert werden, je nach Bedarf. Allen gemein ist aber, dass es sich um technisch ausgereifte, hochwertige Produkte handelt. Was wiederum für Sicherheit sorgt: Man weiß genau, was man für sein Geld erhält.

Datum: 16.12.2016