Energieausweis – der Typenschein fürs Fertighaus

Ob beim Vermieten, Verkaufen oder beim Neubau: Der Nachweis über die Energieeffizienz von Gebäuden ist unter anderem die Voraussetzung für Förderungen. Wir erklären dir im heutigen Blog-Beitrag alles rund um den Typenschein fürs Fertighaus!


Ohne geht’s nicht

Die Ausstellung eines Energieausweises ist verpflichtend. Ohne ihn erhältst du keine baulichen Landesförderungen für Neubauten oder thermische Sanierungen und auch wenn es um Verkauf oder Vermietung einer Immobilie geht, ist er unerlässlich. Bei der Einführung im Jahr 2009 galt der Energieausweis nur für Neubauten, seit 2012 ist er für jeden Gebäudetyp, ob Haus, Wohnung oder Geschäftsräumlichkeit, erforderlich. Der Typenschein fürs Fertighaus bietet eine ökologische und energetische Beurteilung des Gebäudezustands und dient der transparenten Energiebuchhaltung sowie als Grundlage für eine Kosten-Nutzen-Analyse.


Das bringt der Energieausweis

Durch die verpflichtende Ausstellung des Energieausweises wird der Zustand der Immobilien objektiv messbar. Man weiß genau, was man für sein Geld bekommt und sieht auf einen Blick Vorteile und Defizite eines Gebäudes. Der Energieausweis beschreibt energietechnische Eigenschaften wie Heizwärmebedarf, thermische Qualität der Gebäudehülle oder Heizsystem. Er gibt ähnlich der Energieplakette des Kühlschranks oder dem Durchschnittsverbrauch beim Auto den Norm-Energieverbrauch eines Gebäudes an.


Vorteil für Häuslbauer

Mit der Vorlage des Energieausweises belegst du, dass dein geplantes Fertighaus den Mindestenergiestandard erfüllt. Früher genügte die Einhaltung bestimmter Dämmwerte, heute wird zudem das energetische Gesamtkonzept des Gebäudes beurteilt. Je nach Anforderung gibt es unterschiedliche Energieausweise, etwa für Neubau, Vermietung oder Sanierung. Beim Neubau muss dieser spätestens mit dem Baugesuch vorgelegt werden. Durch die exakte Berechnung von Dach, Fenster und Wandaufbauten kannst du schon im Planungsstadium die gewünschte Energiekennzahl, maximale Förderungsausschöpfung und optimale Wirtschaftlichkeit berechnen.


So kommst du zum Energieausweis

Berechtigt zur Ausstellung eines Energieausweises sind Architekten, Baumeister, Elektro-, Gas-, Sanitär- und Heizungstechniker sowie Zimmermeister. Welcher Energieausweis-Aussteller in deiner Nähe ist, erfährst du unter www.energieausweis.at.


Begriffslexikon Energieausweis

Der spezifische Heizwärmebedarf HWB (Energiekennzahl) ist der gebräuchlichste Vergleichswert, um die thermische Qualität der Gebäudehülle zu beschreiben. Diese Energiekennzahl wird in kWh/m².a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr) angegeben. Sie sagt aus, wie viel Energie das Gebäude pro Quadratmeter Fläche im Jahr für die Innenraumwärme benötigen würde, wenn es am Referenzstandort stehen würde (also auf Basis eines Referenzklimas, nicht am tatsächlichen Standort).

Der spezifische Heizwärmebedarf HWB (standortbezogen) beschreibt den zu erwartenden Energieverbrauch. Der eigentliche Energieverbrauch weicht davon natürlich ab, da dieser abhängig ist von äußeren Faktoren wie Nutzerverhalten, Witterungsbedingungen etc. Beim Neubau ist im ersten Jahr der Verbrauch oft höher, da die Bauteile noch austrocknen müssen.

Der Gesamtenergieeffizienzfaktor fGEE vergleicht das Gebäude mit einem Referenzobjekt aus dem Gebäudebestand aus 2007. Optimal ist ein Wert unter 1.

Warmwasserwärmebedarf WWWB und Heiztechnikenergiebedarf HTEB beschreiben den Energiebedarf für die Warmwasserbereitstellung und den Energiebedarf für die Verluste der Heizungsanlage.

Der U-Wert beschreibt den Wärmedurchgang bei den Bauteilen der thermischen Hülle, z. B. Wand oder Fenster. Er sollte möglichst niedrig sein.

Noch Fragen? Unsere Fertighausberater helfen dir gerne weiter! Komm einfach im MUSTERHAUSPARK vorbei und lass dich von unseren Experten unverbindlich und kostenlos zum Thema Energieausweis für dein Fertighaus beraten!

Datum: 08.06.2017

Kategorie: Bauphasen