Der Perfekte Platz zum Bauen

Du träumst vom eigenen Fertighaus mit Garten? Damit deine Wohnträume sorgenfrei in Erfüllung gehen, musst du viele Details beachten. Am Anfang deiner Reise ins Glück steht natürlich die Suche nach dem passenden Grundstück. Und genau zu diesem Thema möchten wir dich in diesem Blog mit konkreten Tipps und Empfehlungen unterstützen!


Grundstücke - teuer und knapp

Die Niedrigzinsphase hat in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Bauboom geführt. Die Folge: Grundstücke sind aufgrund der hohen Nachfrage teuer und knapp. Vor allem in Ballungsgebieten sind die Preise regelrecht explodiert und oft nur mehr für Lottogewinner erschwinglich. Aber auch im Umfeld der Städte sowie in vielen ländlichen Regionen ist es oftmals schwierig, einen passenden Bauplatz zu finden. Das optimale Baugrundstück zu finden ist nicht immer leicht, und man muss aufpassen, in keine kostspielige Falle zu tappen, die die Wohnträume wie eine Seifenblase zerplatzen lässt. Kompetente Helfer unterstützen Dich bei der Suche.


Die Suche - lass dir helfen!

Baugrundstück vom Makler: Gute Makler stehen dir als künftigem Hauseigentümer bei der Suche nach dem passenden Grundstück zur Seite. Sie kennen sowohl den Markt als auch das Baurecht. Nachteil: Die Kosten für die Leistungen des Maklers sind nicht unerheblich.

Grundstück von der Gemeinde: Anfragen im Gemeindeamt können erfolgversprechend sein. Bürgermeister und Amtsleiter haben oft wertvolle Informationen und sind natürlich interessiert, dass sich wachsende Familien oder rüstige Senioren in der Gemeinde ansiedeln. Auch fallen meist keine Vermittlungskosten an.

Bauplatz in Online­Immobilienbörsen: Im Internet gibt es zahlreiche regionale und überregionale Immobilienbörsen mit Grundstücksangeboten von Privatleuten und Maklern. Die Suche ist bequem, die Beschreibungen sind ausführlich – meist mit Fotos.

Regionale Zeitungen: Es zahlt sich auch aus, die Immobilienseiten der regionalen Zeitungen und Magazine im Auge zu behalten.

Suche im persönlichen Umkreis: Sehr hilfreich kann es sein, die Suche nach dem passenden Grundstück im Freundeskreis oder am Arbeitsplatz, im Vereinsleben oder natürlich in der Familie zu kommunizieren. Denn es gibt immer jemanden, der wen kennt – und Bekannten, Freunden oder Familienmitgliedern hilft man natürlich besonders gerne weiter!


Darauf ist beim Kauf zu achten

Du glaubst, du hat das passende Grundstück gefunden? Bevor du den Kaufvertrag unterschreibst, solltest du dich gründlich informieren. Denn nicht auf jeder Wiese kannst du deinen Traum vom Fertighaus verwirklichen.

  1. Bebauungsplan checken! Als erstes solltest du als Häuslbauer in spe bei der zuständigen Gemeinde den Bebauungsplan einsehen, der vom Gemeinderat anhand des Flächenwidmungsplans festgelegt wird. Er enthält jene Bestimmungen, wie in den einzelnen Teilen des Baulandes gebaut werden darf und gibt zum Beispiel Aufschluss darüber, welche Dachformen und wie viele Stockwerke erlaubt sind. Auch zu Größe und Form des Hauses sowie zu den Mindestabständen zu Nachbargrundstücken macht der Bebauungsplan Vorgaben. Aufpassen – der Teufel steckt im Detail!

  2. Grundbuch prüfen! Unabdingbar ist ein Blick ins Grundbuch. Hier finden sich Informationen über bestehende Hypothekenlasten, eingetragene Wegerechte oder ein mögliches Vorkaufsrecht.

  3. Ist das Grundstück schon erschlossen? Du solltest dich auch gleich erkundigen, ob der Bauplatz schon erschlossen ist: Ist das Grundstück an die Kanalisation sowie Energie­ und Wasserversorgung angeschlossen? Sind bereits Telefon­ und Kabelanschluss gelegt? Die Erschließungskosten, die ansonsten auf dich zukommen, können sich schnell auf mehrere Tausend Euro belaufen. Eine Erschließung kann sich auch ziemlich lange hinziehen und damit den Baustart verzögern. Auf der anderen Seite sind unerschlossene Grundstücke meist günstiger.

  4. Wie ist das Grundstück beschaffen? Genau unter die Lupe nehmen solltest du auch die Beschaffenheit des Grundstücks. Hanglagen müssen anders bebaut werden als ebene Flächen. Ist der Grundwasserstand beispielsweise gefährlich hoch, braucht das Haus unter Umständen eine aufwändige Kellerabdichtung. Während stark schotterhaltige Böden das Abrinnen von Wasser begünstigen, benötigt man bei Lehmböden mit Staunässepotenzial in den meisten Fällen gute Dränagen und Regenwasserrinnen. Daher lohnt es sich, im Vorfeld eine Baugrunduntersuchung durchführen zu lassen. Meist bieten geotechnische Büros diese Dienstleistungen an. Tipp: bei den zukünftigen Nachbarn oder auf der Gemeinde nachfragen.

  5. Gibt es Altlasten? Altlasten sind umweltgefährdende Stoffe wie Chemikalien, Öl oder Elektronikschrott. Im Zweifel lohnt es sich, ein Bodengutachten anfertigen zu lassen. Diese Dienstleistung wird von manchen Ingenieurbüros oder Geotechnikern angeboten. Lass dir im Kaufvertrag bestätigen, dass das Grundstück frei von Altlasten ist, dann haftet der Verkäufer bei späteren unliebsamen Überraschungen.

  6. Lage, Lage, Lage: Bedenke, dass du an diesem Ort einen großen Teil deiner Zeit verbringen wirst. Tipp: Besuche das Grundstück vor dem Kauf mehrere Male zu unterschiedlichen Tageszeiten. Beobachte die Verkehrslage, den Stand der Sonne, den Lärm in der Umgebung und andere Details. Höre auf dein Bauchgefühl – es hat oft den besseren „Riecher“ als der Verstand!

  7. Wohnumfeld prüfen: Ganz wichtig: Erkundige dich über die Umgebung deiner zukünftigen Heimat, vor allem über die Infrastruktur

Je nachdem, wie das Grundstück und ein eventuell errichtetes Haus genützt werden sollen, sind folgende Fragen zu beachten:

  • Werden ländliche Gebiete oder der Stadtrand bevorzugt?
  • Je entlegener Baugrundstücke von Ballungsräumen liegen, desto niedriger ist meist der Preis, desto länger dauert jedoch die Anfahrtszeit (z. B. zum Arbeitsplatz).
  • Wird das Haus dein Hauptwohnsitz oder nur an Wochenenden oder im Urlaub bewohnt? Achtung, bei Zweitwohnsitzen gibt es vielerorts strenge Bestimmungen mit ?weitreichenden rechtlichen Folgen bei Missachtung.
  • Wie ist die Nahversorgung in der Umgebung des Grundstücks?
  • Gibt es Schulen und Kindergärten?
  • Gibt es Freizeiteinrichtungen und kulturelle Angebote?
  • Wie ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr?
  • Wer sind die Nachbarinnen/Nachbarn?
  • In entlegenen Gebieten kann die Zuleitung von Gas, Wasser, Strom und Telefon sehr teuer werden und die Frage der Schneeräumung im Winter von Bedeutung sein.
  • Lärm­ und geruchsbelästigende Betriebe in der Nachbarschaft können jedes noch so ?tolle Grundstück bald zum Albtraum machen.

Eine informative Website des Bundeskanzleramtes (www.help.gv.at) bietet weitere Infos und Formulare zum Download.

Und in einem der nächsten Blogs informieren wir dich über die genauen Details beim Grundstückskauf – von der Abwicklung über den Notar bis zur Grundbuchseintragung. Also dranbleiben und bis dahin viel Erfolg bei der Suche!

Datum: 14.10.2016