Der Innenausbau

Letzte Etappe vor dem Ziel

Der Innenausbau ist die letzte Bauphase vor der Bauabnahme (wenn du genaueres über die Bauabnahme wissen möchtest – wir haben darüber in diesem Blogbeitrag bereits ausführlich informiert). In dieser Phase passiert so einiges, es werden die gesamten Anschlüsse, Heizsystem, Sanitär- und Elektroinstallationen installiert und das Haus bis hin zur Estrichverlegung und den Gips- und Putzarbeiten fertiggestellt. Wie weit du in diese umfangreiche Phase des Innenausbaues involviert bist, hängt davon ab, welche Ausbaustufe du gewählt hast. Beim schlüsselfertigen Fertighaus kannst du dich weiterhin bequem zurücklehnen, bei Besuchen die Baufortschritte dokumentieren und dir um neue Möbel Gedanken machen. Beim belagsfertigen Haus und beim Ausbauhaus ist deine Muskelkraft gefragt. Schaue dir noch einmal ganz genau die Leistungsbeschreibung des Fertighausanbieters an, damit du weißt, welche Arbeiten von deinem Generalunternehmer, und welche von dir durchgeführt werden müssen.


Reihenfolge des Innenausbaus

Im Allgemeinen wird der Innenausbau in folgendem Ablauf durchgeführt (vgl. Enxing/Bruns S. 208 ff.):

  • Verrohrung für das Heiz- und Energiesystem
  • Schlosser- und Montagearbeiten
  • Estrich
  • Versorgungsanschlüsse
  • Wände und Böden
  • Maler- und Elektrikerarbeiten

Heiz- und Energiesystem

Die Rohre und Leitungen für das Heizsystem werden verlegt. Gibt es eine Lüftungsanlage, sind die Schächte meist schon in den fertigen Wandelementen eingebaut. Parallel und in Abstimmung mit der Installation des Heizsystems werden auch die Elektro- und Sanitärinstallationen durchgeführt. Wichtige Infos dazu haben wir in diesem Blogbeitrag für dich zusammengefasst. Neben dem Heiz- und Energiesystem werden nun auch die Leitungen für Frischwasser, Abwasser und das Warmwasser gelegt. Bei einer Flächenheizung oder der Warmwasserbereitung durch Solarthermie werden diese Leitungen an das Energiesystem angeschlossen. Da diese Bereiche – besonders bei Niedrigenergie- und Passivhäusern – perfekt abgestimmt werden müssen, sollten diese vom Fertighausanbieter koordiniert und von professionellen Handwerkern umgesetzt werden. Der Experte sieht diese Gewerke nicht als Einzelelemente, sondern als Teil des Ganzen. Alle Rohre und Leitungen kommen – ebenso wie die Hausanschlüsse – in einem Haustechnikraum zusammen, quasi der Schaltzentrale des Fertighauses. Ist eine Flächenheizung geplant, also Boden- oder Wandheizung, werden nun die Dämmstoffe hinterfüllt.


Schlosser- und Montagearbeiten

Neben den Installationsarbeiten werden Schlosserarbeiten und Montagearbeiten von Geländer, Treppen oder Handläufen durchgeführt. Auch an den Außenbauteilen erhält der Baukörper noch seinen letzten Schliff. Eine saubere Ausführung der Übergänge von Schornstein, Dachfenster oder Dachgauben ist wichtig, damit das Dach dauerhaft dicht ist. Dann werden außen noch die letzten Fassadenarbeiten erledigt.


Estrichverlegung

Es gibt zwei Arten von Estrichen: Trockenestrich und schwimmender Estrich. Der Trockenestrich besteht aus Werkstoffplatten, die auf eine Ausgleichsschüttung gelegt werden, und kann sofort nach dem Verlegen betreten werden. Beim Nassestrich muss man mit den weiteren Arbeiten ein paar Tage warten, bis er getrocknet und fest geworden ist. Er besteht aus weichem Zement, der auf eine Trittschalldämmung aufgebracht wird, und hat deutlich mehr Gewicht als Trockenestrich. Die Wahl des Estrichs hängt also neben der Zeitersparnis auch von den statischen Gegebenheiten ab. Bei beiden Arten muss darauf geachtet werden, an der Seite Randdämmstreifen anzubringen. Diese sind wichtig für den Schallschutz, außerdem hat der Boden Spielraum und reißt nicht durch Trocknungsschwund.


Versorgungsanschlüsse

Sind alle Arbeiten in den Wänden erledigt und der Estrich getrocknet, ist es Zeit für die häuslichen Versorgungsanschlüsse. Dazu gehören die Strom- und Erdgasversorgung, die Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung sowie die Telekommunikation (Internet, Kabelfernsehen). Wenn eine Wärmepumpe geplant ist, wird nun die Tiefenbohrung durchgeführt.


Wände und Böden

Mit den Gips- und Putzarbeiten werden die Wände flächig geglättet und für den Anstrich vorbereitet. Das Trocknen dieser Arbeiten dauert in der Regel zwei Tage, dann beginnen auch schon die Bodenbelags- und Fliesenarbeiten. Die Innentüren kommen an ihren Platz, und die Haustür wird eingesetzt. Die Verbindungs- und Übergangsstellen an den Fenstern werden isoliert und abgedämmt, dann werden die Fensterbänke eingebaut. Die Sanitärgegenstände werden an den vorgesehenen Orten installiert.


Maler- und Elektrikerarbeiten

Der Malerbetrieb streicht die Wände in der gewünschten Farbe, der Elektriker ist derweilen mit der Programmierung der Haustechnik beschäftigt. Die Küche wird eingebaut. Sind die Malerarbeiten abgeschlossen, werden Steckdosen, Lichtschalter und gegebenenfalls Heizkörper montiert. Zum Schluss steht noch eine Endreinigung an. Fertig ist dein Fertighaus und du kannst in dein neues Leben einziehen!


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Quelle:

Unser Fertighaus-Handbuch – In neun Schritten ins perfekte Eigenheim Magnus Enxing, Michael Bruns/Stiftung Warentest, Berlin 2015

Datum: 11.10.2018

Kategorie: Bauphasen