Das Haustyp-ABC

Welcher Häusertyp bist du? Bevorzugst du ein modernes Designerhaus, einen praktischen Bungalow, ein traditionelles Blockhaus oder das mediterrane Haus mit Toskanaflair? Bei Fertighäusern hast du die Qual der Wahl. Im MUSTERHAUSPARK-Blog findest du ein Haustyp-ABC.


Wohnen, so individuell wie du

Ein Fertighaus ist ein fades Haus von der Stange, das man schon von weitem zuordnen kann? Weit gefehlt, die Fertighausbranche hat sich längst von diesem verstaubten Image befreit. Im Gegenteil, denn du hast unglaublich viele Möglichkeiten: In Stilen, Formen, Materialien und Bauweisen stehen Fertighäuser den Architekten- oder Baumeisterhäusern in nichts nach. Kein Wunder, dass die Fertighausbranche in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt hat, Tendenz weiter steigend. Die Gründe liegen auf der Hand: fixe Bauzeit durch die witterungsunabhängige Produktion im Werk, fixe Kosten, der Einsatz von vielfach erprobter und bewährter Technik und eine verlässlich hohe Qualität. Über die 10 Vorteile des Fertighauses haben wir übrigens in diesem Blog-Beitrag ausführlich berichtet.


Ich will ein Haus – aber welches?

Am besten kann man sich für ein Modell entscheiden, wenn man es sieht. Und hier liegt die große Stärke von MUSTERHAUSPARK. In Eugendorf, Graz und Haid kannst du die verschiedenen Haustypen „live und in Farbe“ ansehen, miteinander vergleichen und ausführlich erkunden. Jedes Haus ist komplett eingerichtet, so erlebst du eine authentische Wohnatmosphäre und kannst dir ganz nebenbei noch Inspiration für deine Ausstattung holen. Damit du dir schon vorab eine Meinung bilden kannst, haben wir dir nachfolgend ein Haustyp-ABC zusammengestellt. Mit diesem Wissen bist du bestens für einen Besuch im MUSTERHAUSPARK gerüstet.


Das Blockhaus

Du stehst auf den Charme einer Blockhütte, diese ursprüngliche Optik, die dich in die Bergwelt versetzt? Du bevorzugst das Material Holz? Dann ist ein Blockhaus für dich der richtige Haustyp. Bei dieser seit Jahrtausenden eingesetzten Bauweise werden für die Wände Baumstämme übereinander gelegt. Keine Sorge, heute verbindet das Blockhaus uriges Flair mit moderner Technik. Man verwendet bearbeitete und auf die gewünschte Wandstärke genormte Balken. Auch alte Baustoffe zur Abdichtung wie Moos oder Schafwolle gehören der Vergangenheit an ;-) Das Prinzip ist jedoch dasselbe wie vor fünftausend Jahren. Mit diesem traditionellen Haus baust du auf jeden Fall einen Hingucker in die Nachbarschaft.

Vorteile:

  • optisch ansprechender Blockhütten-Charme
  • Holz sorgt für gesundes Wohnklima 

Nachteil:

  • Holz muss regelmäßig gepflegt werden 

Der Bungalow

Du hast gerne alles nah beieinander, möchtest auf einer Ebene wohnen, quasi in einer großen Wohnung mit Garten und inklusive allen Annehmlichkeiten eines Hauses? Dann bist du mit dem Bungalow gut beraten. Das Wort stammt übrigens aus dem Hindi und bedeutet „Haus nach bengalischer Bauart“. Die britischen Kolonialmächte brachten den Stil nach Europa und der Bungalow fand weltweit Verbreitung. Vor allem in den USA ist er eine beliebte Bauform. Als Fertighaus ist der Bungalow bei uns seit fünf Jahrzenten zu finden und ein echter Klassiker. Meist hat er ein Flachdach, ein Walm- oder Satteldach ist aber ebenfalls möglich. Der Bungalow wird anhand der Form unterschieden: es gibt den Winkel-, Reihen- und Atriumbungalow.

Vorteile:

  • kein Treppensteigen
  • ideal für barrierefreies Wohnen in jedem Alter und in jeder Lebenslage

Nachteile:

  • die gesamte Wohnfläche auf einer Ebene setzt ein größeres Grundstück voraus
  • große Dachfläche wirkt sich auf Kosten aus 

Das Designerhaus

Dir gefallen moderne, funktionale Häuser mit hellen Räumen und maximaler Energieeffizienz? Dann solltest du ein Designerhaus wählen. Dabei kann das Fertighaus mit einem großen Vorteil punkten: Wo beim Architektenhaus extravagante Entwürfe erst mal vom Statiker geprüft werden müssen und dann trotzdem manchmal in der Umsetzung Probleme auftauchen können, kriegst du beim Designer-Fertighaus bewährte Modelle, die den Praxistext bereits bestanden haben. Der Urvater des Designerhauses ist Walter Gropius, der 1919 im deutschen Weimar die Kunstschule Bauhaus gründete und einen eigenen Baustil entwickelte. Die Baukörper und das Dach sind eigenwillig arrangiert, oft verschachtelt und verwinkelt, dabei wird jedoch auf Harmonie und Funktionalität gleichermaßen Wert gelegt. Die Räume sind dank großer Glasflächen sehr hell. Das Designerhaus verfügt über höchste Energieeffizienz und ist daher optimal als Niedrigenergie- und Passivhaus.

Vorteile:

 

  • Designerhaus als Fertighaus hat den Praxistest bereits bestanden
  • höchste Energieeffizienz
  • großzügige Glasflächen sorgen für viel Licht in den Räumen

Nachteil:

  • die moderne Architektur ist Geschmackssache

Das Fachwerkhaus

Du möchtest Tradition mit Moderne verbinden? Du suchst einen architektonischen Hingucker mit hoher Wohnraumqualität? Dann ist das Fachwerkhaus dein Haustyp. Die Wände des bis ins 19. Jahrhundert in Deutschland weit verbreiteten Hauses bestehen aus einem Stützskelett aus verstrebten Holzbalken. Früher wurden diese mit Mauerwerk ausgefüllt und erstreckten sich über mehrere Stockwerke, analog zum Reichtum und sozialen Status des Bauherren. Das Fachwerkhaus als Fertighaus hat sich optisch stark weiterentwickelt, von seinem Charme jedoch nichts eingebüßt. Statt Mauerwerk greift man heute zu Glas. Dadurch erhält man eine offene Hausfront mit deckenhohen Glasflächen. Bei entsprechender Aussicht auf die Natur eine herrliche Art zu wohnen, fast wie im Wintergarten. Dabei muss man dank gut isolierter Glaswände in Sachen Energieeffizienz auf nichts verzichten.

Vorteile:

  • architektonischer Hingucker
  • lichtdurchflutete Räume

Nachteile:

  • Fenster putzen ist bei deckenhohen Glasflächen eine herausfordernde Tätigkeit
  • Holzbalken müssen regelmäßig gepflegt werden

Das mediterrane Haus

Warum nicht den Urlaubsflair aus dem Süden ins eigene Zuhause holen? Das mediterrane Haus findet bei uns immer mehr Anhänger. Das weit überkragende Dach und der kreuzgangähnliche Anbau laden zum Verweilen im Freien ein. Die Fassade wird im Toskanastil in warmen Ocker- oder Brauntönen gestrichen, das Walmdach mit Terrakottaziegeln gedeckt. Da kommt Urlaubsfeeling auf!

Vorteile:

  • auf allen Seiten durch Vordach witterungsgeschützt
  • Terrasse meist durch Vorbau überdacht, Polstermöbel können draußen bleiben

Das Schwedenhaus

Der Exportschlager aus dem Norden: Das Schwedenhaus bringt skandinavischen Charme nach Österreich. Viel Holz und eine harmonische Architektur mit Erkern und überdachten Terrassen machen das Schwedenhaus optisch attraktiv. Die charakteristischen Farben dürfen natürlich nicht fehlen – die Fenster sind weiß gerahmt, die Fassade in leuchtenden Farben wie rot, blau oder gelb gestrichen. Als Fertighaus gibt es das Schwedenhaus in allen denkbaren Varianten, klassisch, modern, als Doppelhaus oder Bungalow, auch verschiedenste Dachformen sind möglich.

Vorteile:

  • skandinavischer Charme
  • vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten

Nachteil:

  • Holz muss regelmäßig gepflegt werden

Die Stadtvilla

Du möchtest ein repräsentatives Objekt mit viel Wohnfläche mitten in der Stadt? Dann bist du der Typ für die Stadtvilla. Die Stadtvilla ist elegant, oft mit einer symmetrisch gegliederten Fassade ausgestattet und verfügt über zwei Vollgeschoße, die für die innere Gestaltung viel Freiräume bieten. Das Haus ist meist unterkellert für weitere Wohnräume oder Garagen, die Großzügigkeit findet sich auch oft in großen Terrassen wieder. Ansonsten ist die Stadtvilla in allen Spielarten zu haben, mit verschiedenen Bau- und Dachformen.

Vorteile:

  • viel Platz zum Wohnen
  • repräsentatives Erscheinen
  • individuelle Gestaltung von Baukörper und Dach

Nachteil:

  • in der Stadt machen die Grundstückskosten einen großen Teil der Baukosten aus

Quelle:

Unser Fertighaus-Handbuch – In neun Schritten ins perfekte Eigenheim Magnus Enxing, Michael Bruns/Stifung Warentest, Berlin 2015

Datum: 14.12.2017