Betriebskosten für Clevere

Sie machen neben Kreditrückzahlungen meist den größten Teil der monatlichen finanziellen Belastungen aus: Betriebskosten. Aber was genau ist das eigentlich, was gehört hier alles dazu? Worauf du achten solltest und wie du die Betriebskosten senken kannst, erfährst du in diesem Blogeintrag.


Was sind Betriebskosten?

Per Definition sind Betriebskosten jene Kosten, die durch den Betrieb eines Hauses entstehen. Dazu gehören Wasser, Heizungskosten wie z. B. Gas, Öl oder Pellets, Kanal, Grundsteuer, Versicherungen sowie Wartung und Service. Bei Mietwohnungen kommen noch Verwaltung, Hausmeister oder Winterdienst hinzu.


Ist das alles nötig?

Um die Betriebskosten kommst du leider nicht herum. Die Versorgung mit Wasser ist schon bei der Baustelle einzurichten. Da das Abwasser dann natürlich auch entsorgt werden muss, gehören die Gebühren für die Kanalisation auch von Anfang an dazu. Ebenso verhält es sich mit Strom. Auch dieser ist bereits beim Bau des Hauses nötig. Wo es beim Wasser meist nur einen lokalen Anbieter gibt, lohnt es sich, beim Strom die Anbieter zu vergleichen. Auch die Heizung muss sein – gerade bei unseren kalten Wintern. Je nach Heizungsart sind die Kosten von Herstellung und Betrieb unterschiedlich hoch. Heizt du mit Erdwärme, sind die Investitionskosten bei der Herstellung höher (vor allem bei einer Tiefenbohrung), dafür fallen dann für den Betrieb weniger Kosten an, da die Pumpe lediglich mit Strom versorgt werden muss. Bei herkömmlichen Heizungsarten wie Öl und Gas ist bei der Montage mit geringeren Kosten zu rechnen. Für den Betrieb sollte auch auf jeden Fall ein Vergleich der Anbieter eingeholt werden. Dies betrifft auch die Pelletsheizung. Auch auf den Liefertermin kommt es an: Das Angebot bestimmt ja bekanntlich die Nachfrage – und den Preis. Öl kostet im Herbst, wenn es alle benötigen, mehr, als wenn man den Tank zum Ende der Heizperiode im Frühling auffüllt.


Die Grundsteuer

Sie ist die Steuer auf den Grundbesitz in Österreich, die an die Gemeinde zu entrichten ist. Sie richtet sich – logisch – nach der Größe des Grundstücks und auch nach der Widmung. So wird etwa Bauland höher besteuert als Grünland. Wenn die Grundsteuer 75 Euro pro Jahr übersteigt, wird sie in vier Teilbeträgen eingefordert.


Sicher versichert

Versicherungen nehmen einen nicht geringen Teil der Betriebskosten ein, sind aber unerlässlich, da die Kosten im Ernstfall unmöglich allein getragen werden können. Die Eigenheimversicherung deckt das Haus gegen Feuer-, Sturm-, Hagel- und Blitzschäden ab. Die restlichen Betriebskosten entstehen durch Wartung und Service, Müllentsorgung und Rauchfangkehrer, der eine regelmäßige feuerpolizeiliche Beschau durchführt.


Check: steigen die Kosten?

Vergleichen macht schlau. Wer alle Belege aufhebt und ordentlich Buch über die Nebenkosten führt, hat den Überblick. Um zu eruieren, ob und welche Kosten gestiegen sind, legst du die Abrechnungen der letzten Jahre nebeneinander und vergleichst die einzelnen Positionen. So siehst du recht schnell, ob etwa die Kosten für Wasser, Gas, Gemeindeabgaben oder die Müllabfuhr gestiegen sind. Die Ausgaben im Blick zu halten lohnt sich! Im Zweifelsfall beim Betreiber nachfragen oder einen günstigeren suchen.


Hier kannst du sparen

Als künftiger Hauseigentümer hast du die Möglichkeit, schon bei der Planung auf die späteren Betriebskosten einzuwirken. Kostensenkend sind energieeffiziente Maßnahmen wie Wärmedämmung oder der Einbau einer Solar- oder Photovoltaikanlage zur Nutzung der Sonnenergie. Diese Maßnahmen werden außerdem von den Gemeinden, vom Land bzw. vom Bund gefördert – informiere dich über finanzielle Zuschüsse!


Intelligent heizen

Es hilft nichts, im Winter soll es zuhause schön warm sein. Anstatt die Heizung herunterzudrehen und den Feierabend in drei Pullovern übereinander zu verbringen, gibt es einen Trick: die intelligente Haustechnik. Sie steuert die Heizung durch vorprogrammierte Zeiteinstellungen und richtet sich danach, wann das Haus warm sein soll – wann du und deine Familie also zuhause seid. So sollte es zum Beispiel morgens und abends am wärmsten sein, tagsüber etwas kühler. In der Nacht kann die Heizung dann auf Sparmodus laufen. Man kann das Programm auch so einstellen, dass die wärmsten Zeiten am Wochenende anders oder länger sind. Die intelligente Haustechnik kann übrigens auch unterwegs über das Smartphone gesteuert werden. Noch ein Tipp zum Lüften: Stoßlüften statt stundenlanges Kippen! Hier kann man übers Jahre gerechnet so einiges an Energie – und Kosten – einsparen.


Raus mit den Stromfressern

Wir bleiben beim Energie einsparen: alte Haushaltsgeräte gegen neue einzutauschen rechnet sich, da die modernen Geräte um vieles weniger an Strom benötigen. Eine Maßnahme mit verhältnismäßig großem Einsparpotential, die Stromkosten können um bis zu 30 Prozent reduziert werden. Auch Wasser sparen macht Sinn: Dusche statt Vollbad und nach dem WC-Besuch die „kleine Spülung“ für „kleine Geschäfte“ verwenden.


Schäden reparieren

Zuletzt zählen zu den Betriebskosten auch Reparaturkosten. Hier hast du als Hauseigentümer klare Vorteile gegenüber Mietern: Du musst keinen Hausbesorger bezahlen. Du kannst anfallende Reparaturen auf einen finanziell günstigeren Zeitpunkt verschieben, wenn es der Schaden zulässt, diese selbst durchführen, wenn du handwerklich begabt bist oder zumindest selbst Angebote von Handwerkern einholen und so den günstigsten auswählen.

Datum: 06.01.2017


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