Die Seele des Hauses – neue Wohnkonzepte

Küche, Wohnzimmer und Esszimmer waren gestern. Heute ist der zentrale Ort des Familienlebens – die Seele des Hauses – ein großzügiger Raum mit verschiedenen Zonen. In unserem heutigen Blog-Eintrag geht’s um neue Wohnkonzepte und welche Konsequenzen diese auf Form, Farbe und Material der Möbel haben.


Auflösung klassischer Raumkonzepte

Die klassische Unterscheidung von Küche und Wohnzimmer löst sich in der modernen Raumgestaltung mehr und mehr auf. „Wir sehen verstärkt, dass herkömmliche Definitionen von Raum und Nutzung hinterfragt werden.“, so Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie, „Ku?chen, zum Beispiel, werden deutlich wohnlicher, was ja auch wunderbar zu ihrem Anspruch passt, die Seele des Hauses zu sein.“ Auch in der Fertighausbranche sind große Wohnküchen voll im Trend – in unserer Fertighausausstellung im MUSTERHAUSPARK bekommst du einen guten Eindruck von der Raumatmosphäre von Wohnküchen.


Zurück zu den Wurzeln

Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass dieses Konzept ja nicht gänzlich neu ist. Man denke an die Stube in den alten Bauernhäusern: ein Raum, in dem man sich getroffen, kommuniziert, gearbeitet, musiziert und gegessen hat. War die Zusammenkunft in der Stube früher eine Notwendigkeit, ganz einfach weil die Schlafräume nicht beheizt und daher ungemütlich waren, kommt man heute wieder auf den Geschmack des Beisammenseins. Einfach weil es schön ist, gemeinsam zu kochen, zu feiern oder zu reden. Der Großteil des Lebens hat sich in den letzten Jahren immer mehr in die Küche verlegt – Wohnküchen erleben einen signifikanten Aufwärtstrend. Und es wird hier dank der modernen Technik noch viel mehr erledigt: Die Hausübung am Tablet, die Bankgeschäfte via Laptop, die Steuerung der Heizung über das Smartphone. Die Digitalisierung ermöglicht den Zugriff auf Ressourcen, unabhängig von Zeit und Ort, und diese Transformation macht auch vor dem persönlichen Wohnumfeld nicht Halt. Eine Veränderung, die sich positiv auf den Austausch untereinander auswirkt.


Neue Ansprüche an Raumdesign

Man kommuniziert mehr, wächst mehr zusammen. Damit einher gehen natürlich auch neue Ansprüche an das Design von Räumen und Mobiliar. Die Räume werden großzügiger, die Küchen wohnlicher. Man braucht quasi Küchenmöbel fürs Wohnzimmer und eine Couch für die Küche. Die Möbel müssen sich allen Wohnbereichen anpassen, es werden nicht mehr drei unterschiedliche Räume eingerichtet, sondern ein einheitlicher Raum mit verschieden genutzten Zonen.


Multifunktionale Möbel

Küchenmöbel werden mit Wohnmöbeln kombiniert: Bänke, Sideboards und Podeste können flexibel genutzt werden und passen überall hin. Ein beliebtes Material ist Holz, da es sich gestalterisch perfekt von der Küche in den Wohnbereich übertragen lässt. Aber auch Lackfronten sind eine Inspirationsquelle für raumübergreifendes Einrichten, ob hochglänzend oder matt, bunt, weiß oder grau. Angesagt sind zudem Materialien wie Keramik, Steine und Glas. Schaukästen, grifflose Fronten und in den Raum hineinragende Thekenplatten als Esstisch sorgen in Form raffinierter Gestaltungsdetails für eine Aufhebung ehemaliger Raumgrenzen.


Raumteiler Kücheninsel

Die Kücheninsel bietet Spielraum für offene Gestaltungswege. Durch ihre flexiblen Planungsmöglichkeiten, losgelöst von Wänden, kommt sie neuen Raumkonzepten entgegen und bildet oft einen optischen und funktionalen Raumteiler. Während die Insel Küchenseite ihren funktionalen Einsatz beim Abwasch oder als Kochstelle beweist, leistet auch die dem Wohnbereich zugewandte Seite, z. B. als Sideboard oder als Ablage mit offenen Regalfächern ihre Dienste. Charakteristisch für die Verschmelzung von Wohnraum- und Küchenmöbeln sind auch die Sitzgelegenheiten. Das Sitzen in der Küche soll genauso gemütlich wie im Wohnzimmer sein, der Sitzkomfort steht an erster Stelle.

Datum: 25.05.2017