Preisvergleich bei Fertigteilhäusern - so geht's

Heute beantworten wir mal eine Grundsatzfrage, wenn es ums Aussuchen eines perfekt passenden Hauses geht: Wie vergleicht man Häuser am besten? Denn im MUSTERHAUSPARK stehen viele verschiedene Häuser zu unterschiedlichen Preisen – und hier muss genau geschaut werden, was man für welchen Preis bekommt. Nur so ist ein Vergleich möglich!


Entschieden! Wir bauen ein Haus!

Angenommen, wir sind eine junge, kleine Familie - vielleicht frisch verlobt oder verheiratet – und sind am Hauspläne schmieden. Und, ganz wichtig, die große Frage ist schon mal beantwortet: JA, wir wollen ein Haus bauen! Keine Wohnung, nichts mieten, nichts kaufen – wir wollen ein Haus bauen!

Zur Informationsbeschaffung waren wir auch schon in einem MUSTERHAUSPARK und haben uns umgesehen. Mit dem Ergebnis: Viele Häuser, viele Infos, viele Fragen der Berater, und wir können alles nur sehr vage einordnen. Kommt euch bekannt vor? Dann solltet ihr unbedingt weiterlesen:


Grundlegendes zuerst

Um Häuser einmal vorsondieren zu können sollte man sich über die Ausbaustufe eines Hauses informieren und überdenken, welche Eigenleistungen man erbringen möchte. Es gibt

  • das Ausbauhaus (außen fertig, innen selber machen)
  • das belagsfertige Haus (inkl. Haustechnik, Estrich und Stiege – aber ohne Belege)
  • das schlüsselfertig Haus (inkl. Böden, Fließen, Sanitärobjekte, Innentüren – aber auch oft noch ohne Küche)

Die Auswahl von einer der drei Ausbaustufen lässt uns schon mal in eine gewisse Preisregion vorstoßen. Was bei jedem Fertigteilhaus generell zu beachten ist: Preise sind immer ab Kelleroberkante angegeben! Soll heißen: Keller und Fundament sind bei keinem Hauspreis dabei.


Nichts geht ohne die Bauleistungsbeschreibung

Ihr seid gerade auf Fertighaussuche? Dann als kleiner Tipp für eure Gute-Nacht-Lektüre: Die Bauleistungsbeschreibung eurer Hausfavoriten! Hier steht bis ins kleinste Detail, welche Leistungen ihr zu welchem Preis bekommt. Auf dieser Basis können viele Dinge schon sehr gut und gründlich verglichen werden.

Anzumerken ist hier jedoch folgendes: In der Bauleistungsbeschreibung sind immer nur Standardausfertigungen beschrieben. Manche Hausmarken setzen ihre Standards etwas höher an, manche etwas niedriger. Dies muss natürlich bei einem Vergleich berücksichtigt werden.


Auf gewisse Dinge nicht vergessen

Und noch was gibt’s zu beachten: In Bauleistungsbeschreibungen ist meist ein Fixpreis festgesetzt – manche Sonderausstattungen sind hier jedoch oftmals noch nicht berücksichtigt. Der Keller ist beispielsweise in der Regel nicht im Preis inkludiert (Hausfirmen bieten ihn zusätzlich an), ein Kamin ebenso wenig. Und auch für aufwändigere Fassadengestaltungen (verschiedene Farben, Holzgestaltungen usw.) sollten Aufpreise berücksichtigt werden.

Oft vergessen – jedoch nicht zu vernachlässigen – ist eine höhere Schneelast! In schneereichen Regionen ist diese für ein stabileres Haus von großer Bedeutung, verursacht aber auch höhere Kosten.

Ebenso gerne vergessen wird beim Preisvergleich auch der Blick auf das Heizsystem! Ob Gas und Kollektoren oder Wärmepumpe und Fußbodenheizung – es kommt hier sicherlich zu Preisunterschieden.


Oft sind es nur 3 Dinge...

3 Dinge, die den groben Preisunterschied ausmachen. 3 Dinge, die erklären, warum das eine Haus 1.500€ auf den Quadratmeter kostet, und das andere 2.000€. Dies sind die Architektur, der Wandaufbau und die Ausstattung:

ARCHITEKTUR: Hier können viele Dinge reinspielen… dickere Decken sind teurer als dünnere, ein Flachdach ist teurer als ein Satteldach. Ausragende Bauteile oder große Glaselemente sind zwar schön, kosten dafür mehr. Auch Raumhöhen machen einen preislichen Unterschied. Punkto Architektur gibt es viele Dinge, auf die zu achten sind – unterm Strich bleibt stehen: Sonderelemente machen ein Haus zwar schöner, dafür aber teurer!

WANDAUFBAU: Beim Wandaufbau gibt es beispielsweise Unterschiede beim verwendeten Dämmstoff oder bei der Wandstärke. Holzriegelwände und Massivholzwände erfordern unterschiedliche Konstruktionen und haben somit auch einen unterschiedlichen Preis.

AUSSTATTUNG: Hier fällt alles rein, was mit Bad, Küche, Boden oder Türen zu tun hat. Wie vorhin bereits erwähnt, sind die Standards der Hausmarken unterschiedlich. Genau dies macht sich in der Ausstattung schlussendlich stark bemerkbar. Hier sollte man jedoch gut überlegen, welche Standards man selbst setzen möchte, um bestmöglich zu wohnen. Man muss allerdings wieder bedenken: Höhere Qualität ist zwar vielleicht schöner oder besser, aber natürlich leider auch oftmals teurer.


Bei Unklarheit nachfragen

Insgesamt gibt’s also viele Dinge, auf die man beim Vergleichen von Häusern und Preisen achten sollte. Zusammenfassend aber ganz wichtig:

  • Ausbauart des Hauses (Eigenleistungen erbringen: JA oder NEIN)
  • Blick in die Bauleistungsbeschreibung beim Vergleich des Leistungsumfangs
  • welches Heizsystem?
  • aufwändigere Gestaltungen vorhanden (Glasflächen, Holzgestaltungen)?
  • Standards der Hausmarke tendenziell höher oder niedriger?
  • Keller, Fundament und Kamin noch dazurechnen!

Am Ende geht aber nichts über ein persönliches Gespräch mit einem Hausberater. Dieser kann bei jedem Haus bis ins kleinste Detail erklären, was zu welchem Preis inkludiert ist.

Der riesengroße Vorteil eines Fertighauses ist schlussendlich: Ich bekomme mein Haus zum vertraglich festgelegten Fixpreis! Es finden keine nachträglichen Kostenerhöhungen statt, ich kann mich drauf verlassen, dass es bei dem Preis bleibt, der im Vertrag geschrieben steht.

Jetzt, wo wir den Preis eines Fertighauses geklärt haben kommen wir zur Grundstücksfindungen und in die Planungsphase. Aber das wird in einem späteren Blogeintrag behandelt...

Datum: 09.06.2016